Heute schon für morgen betreiben Entdecken Sie Dekarbonisierungsstrategien für den energieoptimierten Betrieb von Liegenschaften.

Frau steht vor einem großen Bildschirm und interagiert mit einem Dashboard, welches Leistungsdaten, CO₂-Berechnungen, Lastspitzen und die entsprechenden Diagramme anzeigt.

Heute schon für morgen betreiben

Die Dekarbonisierung steht für den Wandel hin zu einem emissionsarmen und energieoptimierten Liegenschafts- und Gebäudebetrieb durch die gezielte Elektrifizierung der thermischen Energie und ihrer fossilen Energieträger.

Gleichzeitig stehen Unternehmen vor der Herausforderung, ihre Liegenschaften wettbewerbsfähig, kostenoptimiert und gesetzeskonform zu betreiben und dabei eine gleichbleibend hoher Versorgungssicherheit rund um die Uhr zu gewährleisten. Mit frühzeitigen Simulationen des Energiesystems lassen sich Transformationskonzepte erarbeiten, durch die nicht nur CO₂-Emissionen, sondern auch Energiekosten deutlich reduziert werden. Entscheidend ist dabei ein sektorenübergreifender Blick auf alle Energieteilnehmer. Energieerzeuger, -verteiler und -verbraucher müssen als vernetztes System ganzheitlich betrachtet und für die Kostenoptimierung von Energieflüssen aufeinander abgestimmt werden.

Ihre Vorteile

Die Dekarbonisierung von Gebäuden ist ein zentraler Hebel für ein nachhaltiges Wirtschaften und den zukunftssicheren Betrieb. Sie bietet Unternehmen zahlreiche strategische, wirtschaftliche und technische Vorteile.

  • Senkung der Energiekosten durch Sektorenkopplung um bis zu 45 %
  • Steigerung der Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Liegenschaften
  • Erfüllung gesetzlicher Anforderungen
  • Zukunftssicherheit durch geringere (Kosten-) Abhängigkeit von fossilen Energien
  • Verbesserung von Komfort und Produktivität durch nutzerzentrierte Automation

Die drei Phasen in einem Dekarbonisierungsprojekt


Drei Personen aus unterschiedlichen Gewerken (Planer, Betreiber, Elektroinstallateur) sitzen an einem Tisch in einem modernen Büro und betrachten im Rahmen der integralen Planung gemeinsam einen großen technischen Plan.

Entwicklung eines Transformationskonzeptes

Die erste Phase eines Dekarbonisierungsprojektes ist geprägt von einer integralen Planung, die alle relevanten Aspekte systematisch erfasst und bewertet. Durch die Kombination aus technologischem Know-how, digitaler Modellierung und enger Zusammenarbeit mit dem Kunden entsteht ein Transformationskonzept, das als Grundlage für die erfolgreiche Umsetzung dient.

Planer in weißem Hemd arbeitet an einem großen technischen Plan, zeigt mit einem Finger auf Details und hält einen Bleistift in der anderen Hand, in einem modernen Büro mit Glaswänden.

Generalplanung nach KG400

Die zweite Phase ist geprägt von der detaillierten technischen und genehmigungsrechtlichen Planung. Sie umfasst die Entwicklung und Abstimmung der hydraulischen und informationstechnischen Konzepte, die Auslegung aller Komponenten und Systeme sowie die sektorenübergreifende Vernetzung und die intelligente Steuerung (MSR).

Zwei Personen (Elektroinstallateur und Planer) betrachten einen technischen Bauplan im Freien; eine Person zeigt mit dem Finger auf Details des Plans, während die andere den Plan hält. Beide tragen wettergerechte Kleidung, eine Person zusätzlich einen Schutzhelm.

Ausführungsphase

In der dritten Phase liegt der Fokus auf der praktischen Umsetzung des geplanten Energiesystems. Phoenix Contact tritt hier als technischer Generalunternehmer auf und trägt die Gesamtverantwortung über das Projekt. Dies umfasst die Auswahl und Steuerung der ausführenden Unternehmen, eine strukturierte Projektsteuerung mit Meilenstein- und Kostenkontrolle, eine umfassende Objektüberwachung sowie die gewerkübergreifende Koordination.

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Vier Personen aus den Bereichen Gebäudeplanung, Elektroinstallation und Gebäudebetrieb sitzen zusammen und besprechen ihre Arbeit an einem Tablet.

Mit Simulationen über intelligente Sektorenkopplung zu einem energieoptimierten Betrieb

Bei Phoenix Contact setzen wir auf digitale Simulationen, um Energiesysteme bereits in der Planungsphase präzise zu bewerten und zu optimieren. Mithilfe datenbasierter Modelle simulieren wir verschiedene Szenarien und Betriebsvarianten mit dem Ziel, Energiebedarf, Investitionskosten und CO₂-Emissionen deutlich zu senken. Der Schlüssel dafür ist die intelligente Sektorenkopplung, also die Verbindung und Integration verschiedener Energiesektoren wie Strom, Wärme und Mobilität zu einem ganzheitlichen Energiesystem.

Die Simulationen ermöglichen eine exakte Dimensionierung technischer Komponenten wie Wärmepumpen oder Speicher und liefern belastbare Grundlagen für die Fachplanung. So reduzieren wir nicht nur die Planungszeit um bis zu 50 %, sondern auch die Investitionskosten um bis zu 20 % bei gleichzeitig bis zu 45 % weniger Energiekosten. Mit diesem Ansatz schaffen wir die Basis für einen zukunftsfähigen, energieoptimierten Betrieb, der effizient, wirtschaftlich und nachhaltig ist.

Jetzt Kontakt aufnehmen

Sie haben Fragen oder möchten sich zum Thema Dekarbonisierung beraten lassen? Wir stehen Ihnen mit Know-how und tatkräftiger Unterstützung zur Seite.

Fragen und Antworten

Gruppe von Personen steht an einem Tisch in einem Ausstellungsbereich und betrachtet einen Bildschirm; im Vordergrund ist ein grafisches Overlay mit der Aufschrift ‚FAQ‘ und einer Suchleiste mit ‚GO‘-Button sichtbar.
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Die Dekarbonisierung ist nicht nur ein ökologisches Ziel, sondern auch gesetzlich verankert. Unternehmen sind verpflichtet, ihre Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Folgende Gesetze bilden die wichtigsten rechtlichen Rahmenbedingungen:

1. Bundes-Klimaschutzgesetz (KSG)

  • Ziel: Klimaneutralität bis 2045
  • Verpflichtet Bund, Länder und Unternehmen zur schrittweisen Reduktion von Treibhausgasemissionen
  • Sektorziele für Industrie, Gebäude, Verkehr und Energie sind gesetzlich festgelegt

2. Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD)

  • EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung, in Deutschland durch ein Umsetzungsgesetz konkretisiert
  • Ab dem Geschäftsjahr 2025 müssen große Unternehmen (>1.000 Beschäftigte) über ihre Nachhaltigkeitsziele, Maßnahmen und Emissionen (Scope 1–3) berichten

3. Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG)

  • Führt eine nationale CO₂-Bepreisung für fossile Brennstoffe ein
  • Unternehmen, die fossile Brennstoffe wie Heizöl, Erdgas, Benzin, Diesel oder Kohle in den Verkehr bringen, müssen Emissionszertifikate erwerben

4. Gebäudeenergiegesetz (GEG)

  • Regelt energetische Anforderungen an Neubauten und Bestandsgebäude
  • Verpflichtet zur Nutzung erneuerbarer Energien und zur Installation energieeffizienter Heiz- und Kühlsysteme

5. Energieeffizienzgesetz (EnEfG)

  • Seit 2023 in Kraft
  • Verlangt von Unternehmen mit hohem Energieverbrauch (>7,5 GWh/Jahr) die Einführung von Energie- oder Umweltmanagementsystemen und verpflichtet zur Umsetzung wirtschaftlich sinnvoller Energieeffizienzmaßnahmen

Gruppe von Personen steht an einem Tisch in einem Ausstellungsbereich und betrachtet einen Bildschirm; im Vordergrund ist ein grafisches Overlay mit der Aufschrift ‚FAQ‘ und einer Suchleiste mit ‚GO‘-Button sichtbar.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert die Erstellung von Transformationskonzepten über das Modul 5 der „Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft (EEW)“. Ziel ist es, Unternehmen bei der strategischen Planung ihrer Dekarbonisierung zu unterstützen. Hierbei besteht, abhängig von der Untenehmensgröße, die Möglichkeit 40% - 60% Zuschuss auf Beratungs- und Planungskosten für Transformationsstrategien zusätzlich zur Förderung der technischen Maßnahmen zu erhalten. Die maximale Fördersumme von bis zu 60.000 € erleichtert die Erstellung fundierter Konzepte zur langfristigen CO₂-Reduktion.

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Für die Planung und Umsetzung einer Dekarbonisierungsstrategie stehen in Deutschland mehrere Förderprogramme zur Verfügung, die gezielt Investitionen in klimafreundliche Technologien und Infrastruktur unterstützen:

1. Förderprogramm für Klimaschutz in kleinen und mittleren Unternehmen (BIK)

  • Modul 1: Fördert Investitionen zur CO₂-Reduktion in industriellen Prozessen, z. B. durch effizientere Anlagen oder Prozessoptimierungen
  • Modul 2: Unterstützt Projekte zur CO₂-Abscheidung und -Nutzung (CCU/CCS), also Technologien, die CO₂ aus Prozessen entnehmen und weiterverwerten oder speichern

2. Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW)

  • Modul 2: Fördert den Neubau und die Transformation von Wärmenetzen, die langfristig treibhausgasneutral betrieben werden sollen
  • Voraussetzung: Ein Transformationsplan oder eine Machbarkeitsstudie muss vorliegen und es muss sich um einen großen Industriestadort mit über 16 Gebäuden handeln
  • Gefördert werden u. a.:
    • Investitionen in erneuerbare Wärmequellen
    • Ausbau und Modernisierung der Netzinfrastruktur
    • Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Digitalisierung
  • Förderquote: Bis zu 40 % der förderfähigen Kosten, maximal 100 Mio. € pro Projekt
  • Antragsberechtigt: Unternehmen, Kommunen, Zweckverbände und weitere Organisationen