Bechtle: Mitarbeiterparkhaus mit Ladestationen für 50 Elektroautos

Übersicht

Parkhaus für Elektroautos von Bechtle  

Im neuen Parkhaus der Bechtle AG können 50 Elektroautos geladen werden

  • Die Bechtle AG, größtes IT-Systemhaus in Deutschland, hat das Thema Elektrifizierung der Fahrzeugflotte in ihre Nachhaltigkeitsstrategie mit aufgenommen.
  • 50 Ladepunkte sollten in das neue Parkhaus integriert und durch die PV-Anlage auf dem Dach versorgt werden.
  • Für die spezifischen baulichen Gegebenheiten entwickelte die RTB GmbH & Co. KG eine Ladelösung mit Ladetechnik und -komponenten von Phoenix Contact.
  • Die Flottenladelösung im Parkhaus begünstigt den Ausbau der E-Flotte von Bechtle.

Kundenprofil

Rainer Kury und Torsten Kocher von der Bechtle AG  

Rainer Kury (links) und Torsten Kocher von der Bechtle AG

Auch die Bechtle AG will ihre Fahrzeugflotte elektrifizieren.

„Unser Ziel ist die Steigerung des Anteils von Elektro- und Hybrid­fahrzeugen bei den Dienstwagen auf mittelfristig 10 Prozent“, erläutert Rainer Kury von der Bechtle-Unternehmenskommunikation. „Das Interesse an einem Wechsel wächst stetig.“

Anwendung

In der Ausschreibung für ein neues Mitarbeiterparkhaus wurden Lademöglichkeiten für 50 Elektroautos gefordert. Weitere Anforderungen waren eine leichte Erweiterbarkeit, eine eichrechtskonforme Abrechnung sowie ein Energiemanagementsystem für die Nutzung regenerativer Energien.

Zeitgemäße Parkhäuser in Stahlskelettbauweise sind nicht von tragenden Wänden durchzogen, die senkrechten Stahlstützen und Querverstrebungen zeichnen die offene Bauweise aus. Bei einer Standsäule auf dem Boden wäre ein Anfahrschutz erforderlich, der wertvollen Platz benötigt und zusätzliche Kosten verursacht. Für eine Wallbox fehlt die tragende Wand. So boten sich lediglich die schlanken Stahlstützen zur Montage der Ladepunkte an.

Die Ladepunkte sollten sicher und zuverlässig sein und sich ästhetisch in das architektonische Gesamtbild einfügen. Elektrische Anlagen im gewerblichen Bereich müssen zudem regelmäßig überprüft werden, und die Kosten hierfür sollten nicht linear mit der Anzahl der Ladepunkte steigen.

Lösung

Steuerkomponenten sowie Schutz- und Schaltgeräte im zentralen Schaltschrank  

Steuerkomponenten sowie Schutz- und Schaltgeräte im zentralen Schaltschrank

„Generalunternehmer für den Parkhausbau war das Bielefelder Bauunternehmen Goldbeck“, so Rainer Kury. „Nur das Nötigste sollte dabei in den Parkraum.“ So besteht der Ladepunkt selbst nur aus der Typ-2-Ladesteckdose, einem RFID-Lesegerät zur Identifizierung des Nutzers sowie den lokalen LEDs zur Statusanzeige. Schutz- und Schaltgeräte, Ladesteuerungen und Energiezähler sind im zentralen Schaltschrank untergebracht.

„Da am Ladepunkt selbst keine aktiven leistungsführenden Kompo­nenten verbaut sind“, so Torsten Kocher vom Facility Management der Bechtle AG in Neckarsulm, „beschränkt sich die Wartung der einzelnen Ladepunkte auf eine reine Sicht- und Funktionsprüfung.“ Sofern kein Fahrzeug lädt, sind am Ladepunkt selbst keine Spannungen über 12 V vorhanden. Die Überprüfung der kritischen Schutz- und Schaltgeräte erfolgt im zentralen Technikraum.

Bei der Ladesteuerung hat sich der Elektromobilitätsspezialist RTB für den Einsatz der Ladesteuerung EV Charge Control Basic von Phoenix Contact entschieden – in einer Kombination mit der DC-Fehlerstromüberwachung EV-RCM. Die Kombination sorgt für eine hohe Verfügbarkeit und verhindert unnötige Serviceeinsätze durch eine automatische Rücksetzfunktion nach einem vom Fahrzeug verursachten Fehlerstrom. Über die serienmäßige RS-485-Schnittstelle und das darüber liegende Modbus/RTU-Protokoll können die jeweiligen Ladevorgänge nach erfolgreicher Identifi­zierung freigeschaltet werden.

EV Charge Control Basic und Energiezähler im Schaltschrank  

Über einen PC werden die Ladesteuerungen EV Charge Control Basic und Energiezähler im Schaltschrank angesteuert

Die Erfassung der aktuellen Ladeströme und -leistungen sowie der bereits geladenen Energie erfolgt dabei über die Energiezähler EEM-350, die eben­falls von Phoenix Contact kommen. Vorteilhaft ist dabei, dass die Geräte MID-zertifiziert sind. So eignen sich die Energiezähler für die eichrechtskonforme Abrechnung von Ladevorgängen.

„An dieses System haben wir auch die Parkhausleittechnik gekoppelt, die zum Beispiel eine Stellplatzüberwachung sowie eine dynamische Nutzerführung beim Weg durch das Parkhaus zum nächsten freien Stellplatz ermöglicht“, ergänzt Kocher. „So wird das Parken noch komfortabler.“

Fazit

Solarmodule auf dem Parkhausdach bei Bechtle  

Die Solarmodule auf dem Parkhausdach erzeugen die Energie zum Laden der Fahrzeuge

Aus der Kombination der jeweiligen Kernkompetenzen der beteiligten Unternehmen in den Bereichen Parkhaus-Leittechnik, Ladetechnik und Abrechnungsprozesse konnte eine Lösung umgesetzt werden, die optimal auf den Anwendungsfall Flottenladung im Parkhaus passt. Dabei werden alle erforderlichen bau- und wartungsspezifischen Aspekte berücksichtigt.

Auch die optimierte Nutzung regenerativer Energie wird mit umgesetzt. „Unsere Anlage lief vom ersten Moment an ohne Probleme“, resümiert Torsten Kocher. „Die von uns eingesetzte RTB-Lösung mit den Komponenten von Phoenix Contact hat einen Reifegrad, der den Ausbau unserer E-Flotte begünstigt.“

PHOENIX CONTACT s.à r.l.

10a, op Bourmicht
L-8070 Bertrange
(+352) 45 02 35-1

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