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Berührschutz

IEC 60529 / DIN EN 50274 – Elektrische Installationen und Anlagen müssen auch im Servicefall oder zu Mess- und Prüfaufgaben ein hohes Maß an Sicherheit für den Servicetechniker bieten.

Berührsicherheitstest mit Prüffinger mit Durchmesser 12,5 mm  

Berührsicherheitstest mit Prüffinger mit Durchmesser 12,5 mm

IEC 60529 / DIN EN 50274 – Elektrische Installationen und Anlagen müssen auch im Servicefall oder zu Mess- und Prüfaufgaben ein hohes Maß an Sicherheit für den Servicetechniker bieten.

Die von der Berufsgenossenschaft für Feinmechanik und Elektrotechnik herausgegebene Unfallverhütungs-Vorschrift BGV A 2 richtet sich an die Betreiber elektrischer Anlagen und hat zum Ziel, durch spezielle Sicherheitsforderungen zur Verhütung elektrischer Unfälle beizutragen. Diese Vorschrift enthält Festlegungen über Sicherheitsabstände für das Arbeiten, Bedienen und gelegentliche Handhaben in der Nähe berührungsgefährlicher Teile, sogenannter „aktiver Teile“ von Niederspannungs-Anlagen bis 1000 V ~ bzw. 1500 V –. Das Arbeiten an aktiven, d. h. berührungsgefährlichen Teilen ist nur zulässig nach Herstellung des spannungsfreien Zustandes. Das Bedienen in der Nähe von aktiven Teilen ist nur erlaubt, wenn diese Teile spannungsfrei sind oder gegen direktes Berühren geschützt sind (§ 6). Beim Arbeiten in der Nähe aktiver Teile gelten als Sicherheitsmaßnahmen das Herstellen des spannungsfreien Zustandes für die Dauer der Arbeiten oder der Berührungsschutz durch Abdecken oder Abschranken während der Arbeiten oder die Gewährleistung, dass zulässige Annäherungen nicht unterschritten werden (§ 7).

Berührsicherheitstest mit Prüfkugel mit Durchmesser 50 mm  

Berührsicherheitstest mit Prüfkugel

Das Arbeiten an aktiven, d. h. berührungsgefährlichen Teilen ist nur zulässig nach Herstellung des spannungsfreien Zustandes. Das Bedienen in der Nähe von aktiven Teilen ist nur erlaubt, wenn diese Teile spannungsfrei sind oder gegen direktes Berühren geschützt sind (§ 6). Beim Arbeiten in der Nähe aktiver Teile gelten als Sicherheitsmaßnahmen das Herstellen des spannungsfreien Zustandes für die Dauer der Arbeiten oder der Berührungsschutz durch Abdecken oder Abschranken während der Arbeiten oder die Gewährleistung, dass zulässige Annäherungen nicht unterschritten werden (§ 7). Für die Bedienung von Elementen, wie Druckknöpfen, Kipphebeln, Drehknöpfen in der Nähe berührungsgefährlicher Teile wurde der Begriff „Gelegentliches Handhaben“ eingeführt. Nach VDE 0105-1 handelt es sich dann um das „Bedienen mit teilweisem Schutz gegen direktes Berühren“. Detaillierte Bestimmungen für „gelegentliches Handhaben“ befinden sich in der DIN EN 50274. Hier ist u. a. festgelegt, inwieweit aktive Teile in der Nähe von Bedienelementen gegen Berührungen abzudecken sind. Grundlage bildet die Definition eines „Schutzraumes für gelegentliches Handhaben“; es ist der Raum, in den beim Handhaben hineingegriffen werden muss. Wesentlich ist, dass um aktive Teile ein Bereich, der durch eine ebene Hüllkurve von 30 mm Radius gebildet wird, fingersicher auszuführen ist, d. h. die berührungsgefährlichen Teile des elektrischen Gerätes dürfen mit dem geraden VDE-Prüffinger nach IEC 60529/DIN VDE 0470-1 (Prüffinger) nicht berührbar sein.

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