Kommunikationsnetzwerke im rollenden Material sicher verkabeln In modernen Schienenfahrzeugen werden Steuerungen, Diagnosegeräte und Kommunikationssysteme über Ethernet vernetzt. Das Zugsteuerungssystem stellt hohe Anforderungen an die eingesetzte Datenverkabelung.

Türsteuerung Zug

Anwendung

Das Zugsteuerungssystem ist häufig hierarchisch aufgebaut. Es setzt sich aus mehreren Steuerungsebenen mit unterschiedlichen Funktionen und Anforderungen zusammen:

Zugbus ETB (Ethernet Train Backbone, A-kodiert)
Die oberste Leitebene, der sogenannte Zugbus, ist sicherheits- und zulassungsrelevant. Überspannt das komplette Schienenfahrzeug und ermöglicht eine durchgängige Datenkommunikation durch alle Zugteile. Ihre Verfügbarkeit muss dauerhaft sichergestellt sein. Daher werden hohe Anforderungen an die Verkabelung und an andere Infrastrukturkomponenten gestellt.

Fahrzeugbus ECN (Ethernet Consists Network, D-kodiert)
Auf dieser Ebene erfolgt die Steuerung der Zugfunktion sowie die sicherheitsrelevante Überwachung von Bremsen, Türen oder Klimatisierung. Die Anforderungen an diese Ebene sind gleichwertig mit dem Zugbus.

Zusatzsysteme (X-kodiert)
Im Zug gibt es weitere Systeme, die nicht sicherheits- oder zulassungsrelevant sind. Hier stehen Verfügbarkeit und Anforderung an höhere Datenraten im Vordergrund.

Ebenen des Zugsteuerungssystems mit Funktionen und Anforderungen

Sichere Datenverkabelung für alle Steuerungsebenen in Schienenfahrzeugen

Lösung

Robuste M12-Vernetzung für den Schienenverkehr

Umspritzte Steckverbinder der M12 RAIL-Serie von Phoenix Contact bieten für alle Steuerungsebenen im Zug ein zuverlässiges Verkabelungssystem. Dabei wurde besonders auf die Eignung in Bezug auf das Brandverhalten geachtet. Das Material unserer Stecker und Leitungen ist brandschutzkonform nach EN 45545-2. Eine spezielle Vibrationsbremse gewährleistet eine sichere Verriegelung und ist schock- sowie vibrationsfest gemäß EN 61373. Alle umspritzten M12-Leitungen sind vollständig elektrisch geprüft. So vermeiden Sie aufwendige Fehlersuchen, wie sie bei manuell konfektionierten Leitungen häufig auftreten.

Zuverlässige Netzwerktrennung für Bahnanwendungen

Durch unterschiedliche Erdungskonzepte entstehen Potenzialunterschiede zwischen Wagenkästen und Geräten. Der FL ISOLATOR trennt diese sicher und verhindert Ausfälle durch Überspannungen – für eine stabile und störungsfreie Datenkommunikation im Zug. Er sorgt für galvanische Trennung in kupferbasierten Ethernet-Netzwerken und schützt empfindliche Geräte vor Potenzialunterschieden bis 4 kV. Damit wird die Störfestigkeit in rauen industriellen Umgebungen deutlich erhöht.

Steckverbinder für Installationen in Zügen

Steckverbinder für Schienenfahrzeuge

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