Gebäude von innen mit vernetzten Icons

IoT-basiertes Gebäudemanagement Umsetzung eines nachhaltigen Gebäudebetriebs

  • Effizientes Energiemanagement durch die intelligente Vernetzung von Energieerzeugung, -verbrauch und -speicherung
  • Ortsunabhängige Steuerung und Überwachung der Liegenschaften
  • Optimierung der Effizienz der Versorgungsprozesse
Industry Solution Center Bad Pyrmont - Innenansicht des Gebäudes 4

Das neue Gebäude zeichnet sich durch eine moderne und offene Architektur aus

Industry Solution Center Bad Pyrmont

Das 18.000 Quadratmeter umfassende Gebäude 4 zeichnet sich durch eine moderne Architektur mit viel Glas und einem großen Atrium aus, das sich über alle Stockwerke erstreckt.

Der offene Charakter spiegelt sich auch in der Gebäudeinfrastruktur, der Raumautomation sowie den flexibel gestaltbaren Arbeitsplätzen wieder.

Blockheizkraftwerk in einem Gebäude

Die beiden BHKWs am Standort Bad Pyrmont decken rund 60 % des Eigenbedarfs ab

Effizientes Energiemanagement und optimierte Versorgungsprozesse

Durch die intelligente Vernetzung von Energieerzeugung, -nutzung und -speicherung in Kombination mit dem Wärme- und Kältekreislauf lässt sich ein effizientes Energiemanagement sowie ein optimaler Versorgungsprozess erreichen. Die vier Büro- und Produktionsgebäude des Standorts werden über ein Ringkonzept mit Energie beliefert, in dem sämtliche Erzeuger, Verbraucher und Speicher verschaltet sind.

Zwei BHKWs decken rund 60 % des Eigenstrombedarfs ab. Die von ihnen generierte Abwärme wird zum Heizen und Kühlen der Bauwerke verwendet. Ein aktives Lastmanagement stellt durch eine hinterlegte Regelstrategie sicher, dass Spitzenlasten nicht überschritten werden. Deshalb benötigt das neue Gebäude 4 keine eigene Versorgung.

Nahezu alle Lüftungsanlagen sind mit einer Wärmerückgewinnung ausgestattet. Die Photovoltaik-Dachanlage mit einer Leistung von 160 KWp ist aktiv in das elektrische Energieversorgungssystem eingebunden. Ziel ist es, die regenerativ erzeugte Energie unter anderem für die Ladesäulen der Elektroautos zu nutzen.

Schaltschrank in der Gebäudeautomation

Schaltschrank im Industry Solution Center

Verbindung der Gebäudeleittechnik mit dem aktiven Energiemanagement

Das Facility Management hat sich bei der Realisierung der Gebäudetechnik für Komponenten und Systeme aus dem eigenen Produktspektrum entschieden. Als Grundlage fungiert das Gebäudemanagementsystem Emalytics, das die Gebäudeleittechnik mit dem aktiven Energiemanagement verbindet. Die Daten aus der Feldebene erhält das überlagerte System durch 27 Steuerungen vom Typ ILC 2050 BI. Der Controller auf Basis des Niagara-Framework agiert als Smart Device, welches sämtliche Daten der Gewerke normiert an die Gebäudeleittechnik Emalytics überträgt.

Sowohl die klassische Sensorik und Aktorik als auch neue intelligente IP-basierte Feldgeräte lassen sich einfach und schnell in das System einfügen. Auf der Grundlage der erfassten Informationen erlaubt Emalytics eine vorausschauende Wartung der installierten Geräte. Auffällige Daten weisen den Betreiber beispielsweise auf künftig auftretende Fehler hin. So analysiert Emalytics die Kennwerte der Zündkerzen der in den BHKW verbauten Motoren und schlägt bei Bedarf einen präventiven Wechsel vor. Das erhöht die Laufzeit der Blockheizkraftwerke beträchtlich.

Modulare Automatisierungsstation mit dem ILC 2050 BI

Modulare Automatisierungsstation mit dem ILC 2050 BI

Ortsunabhängige Steuerung und Überwachung von Liegenschaften

Der ILC 2050 BI unterstützt des Weiteren alle in der Gebäudetechnik etablierten Standards wie BACnet IP, BACnet MS/TP, M-Bus, KNX/TP, SNMP oder oBIX. Entsprechende Module des Inline-I/O-Portfolios ermöglichen die Ankopplung gängiger Bussysteme wie DALI, Modbus/TCP oder Modbus/RTU. Durch die protokollunabhängige Einbindung der Feldgeräte in den ILC 2050 BI reduziert sich der Engineering- und Verkabelungsaufwand erheblich.

Mit dem Gebäudemanagement lassen sich die verschiedenen Liegenschaften einfach und ortsunabhängig steuern und überwachen. Darüber hinaus können bestehende Gebäude problemlos in das neue System integriert werden. Das eröffnet vielfältige Vorteile für den Betreiber, der nun beispielsweise Standorte miteinander vergleichen oder eine Kommunikationsplattform für sämtliche Liegenschaften aufbauen kann. Auf Basis der vorliegenden Daten ist eine gebäudeübergreifende Verbesserung der Versorgungsprozesse möglich, was zu einem wirtschaftlicheren Betrieb der Liegenschaften führt.

Fazit

Die Rotermund Ingenieurgesellschaft mbH & Co. KG ist auf die Optimierung von Gebäudebetrieben, die Berechnung von Lebenszykluskosten und das Benchmarking der Nutzungskosten von Gebäuden spezialisiert. Auf der Grundlage eines Benchmarks aus unterschiedlichen Gebäudetypen mit einer Bruttogeschossfläche von 85.000 Quadratmetern hat das Unternehmen eine Wettbewerbsanalyse für Phoenix Contact durchgeführt. Im Ergebnis zeigt die Auswertung, dass der Standort Bad Pyrmont am unteren Ende der Kostengruppe angesiedelt ist. Dies wurde durch innovative Konzepte im Bereich der Gebäudeinfrastruktur und des technischen und kaufmännischen Gebäudemanagements sowie eine effiziente Gestaltung der Ver- und Entsorgungskosten erreicht.