Empfehlungen zur Texterstellung

Gute Texte sprechen die Zielgruppe an. Sie sind lesefreundlich, informativ und konsistent. Eine hohe Textqualität sorgt dafür, dass Ihre Inhalte für die Leser gut zu verstehen sind und im Web schnell gefunden werden. Außerdem vermeiden Sie Missverständnisse bei der Übersetzung. Die folgenden Kriterien für gute Texte entsprechen den Vorgaben zur Unternehmenssprache.

Gute Textstruktur sorgt für bessere Lesbarkeit

  • Formulieren Sie nur einen Gedanken pro Satz und einen Sinnzusammenhang pro Absatz.
  • Begrenzen Sie die Satzlänge auf maximal 20 Wörter.
  • Stellen Sie die wichtigste Information nach vorn. Das gilt für einen Satz sowie für einen Textabschnitt.
  • Verwenden Sie Zwischenüberschriften und Aufzählungen, um Ihren Text optisch und inhaltlich zu gliedern.
  • Vermeiden Sie Schachtelsätze, indem Sie einen langen Satz in zwei kurze Sätze teilen.
  • Klare Hauptsätze aus Subjekt, Verb, Objekt und die sparsame Verwendung von Nebensätzen machen einen Text lesbar und damit verständlich.

Übersichtliche Aufzählungen

  • Beginnen Sie alle Aufzählungen grundsätzlich mit einem Großbuchstaben.
  • Vollständige Aufzählungssätze werden mit einem Punkt abgeschlossen, unvollständige Aufzählungssätze bleiben offen. Schließen Sie in einer Aufzählung entweder alle Sätze mit Punkt ab oder keinen.
  • Vermeiden Sie in einer Aufzählung Mischformen und bleiben Sie einheitlich: Stellen Sie entweder nur unvollständige Aufzählungssätze oder nur vollständige Aufzählungssätze zusammen.
  • Unterlassen Sie Aufzählungen aus einem laufenden Satz heraus, wie in folgendem Beispiel:

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Gute Textqualität als Basis für gute Übersetzung

Denken Sie international: In welchem Länderumfeld soll der Text eingesetzt werden? Kulturneutrale Sprache vermeidet sprachliche Bilder, Redewendungen und Wortwitze, die sich nur schwer oder gar nicht in andere Sprachen übertragen lassen.

  • Vermeiden Sie Substantivierungen, z. B. die Platzierung, das Platzieren. Vermeiden Sie Modalverben, z. B. könnte, sollte usw. Verwenden Sie stattdessen präzise Verben.
  • Streichen Sie bei der Textüberarbeitung alle überflüssigen Füllwörter, Adjektive und veraltete Ausdrücke, z. B. mittels, mitunter, wahrlich usw.
  • Vermeiden Sie Fremdwörter und verwenden Sie stattdessen eine deutsche Entsprechung. Verzichten Sie auf sogenanntes Denglisch, z. B. downloaden.
  • Verwenden Sie nur Fachausdrücke, die der Zielgruppe bekannt sind, oder erklären Sie sie.
  • Vermeiden Sie Passivsätze. Sie schreiben aktiv, indem Sie die direkte Kundenansprache verwenden.
  • Vermeiden Sie Konstruktionen mit „sein“ und „zu“ und Infinitiv. Verwenden Sie stattdessen die direkte Kundenansprache oder nur den Infinitiv.
  • Verzichten Sie auf Phrasen und Floskeln, schreiben Sie stattdessen­­ präzise und informativ.
  • Verzichten Sie auf Sprachbilder, Metaphern, Redewendungen und Wortspiele. Sie sind nicht in andere Sprachen übersetzbar und in einer sachlichen Kommunikation nicht notwendig.

Einfache Interpunktion

Verwenden Sie neben Punkt und Komma möglichst nur Doppelpunkte und Gedankenstriche als Satzzeichen. Verzichten Sie auf Semikolons. Nutzen Sie Ausrufezeichen nur in begründeten Ausnahmefällen.

Doppelpunkt:

Der Doppelpunkt gliedert einen Satz, denn er öffnet ihn für die nachfolgende Information. Nach einem Doppelpunkt wird groß weitergeschrieben, sofern ein vollständiger Satz folgt. Folgen nach dem Doppelpunkt nur Einzelwörter oder ein unvollständiger Satz ohne Verb, wird klein weitergeschrieben.

Gedankenstrich:

Der Gedankenstrich ist typografisch länger als der Bindestrich. Ein Gedankenstrich öffnet den Satz für die nachfolgende Information, grenzt Ergänzungen ab, drückt ein kurzes Innehalten aus und betont damit das Folgende. Der Gedankenstrich unterbricht den Lesefluss und erzeugt eine gewisse Spannung.

Verwenden Sie den Gedankenstrich aus diesen Gründen sparsam und nur dort, wo er sprachlich berechtigt ist. In den meisten Fällen kann der Gedankenstrich durch ein Komma, einen Punkt oder einen Doppelpunkt ersetzt werden. Satzeinschübe werden durch Kommata gekennzeichnet, nicht durch Gedankenstriche.

Superlative nur mit Begründung

Verzichten Sie auf unbelegte Superlative. Sie können als falsches Verkaufsversprechen verstanden werden oder veralten. Wenn Sie einen Superlativ verwenden, begründen Sie ihn mit technischen Fakten und überprüfen Sie stets die Aktualität.

Bitte beachten Sie die Ergänzungen zu Pressetexten im Download-Bereich in der rechten Spalte.

Genitivendungen

Bilden Sie den Genitiv durch das Anhängen von -s.

Beispiel:

  • des Moduls statt: des Modules

Wörter, die auf -s, -sch, -x oder -z enden, bilden den Genitiv mit -es.

Beispiel:

  • des Tisches statt: des Tischs

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