Schaltschrank-Fertigung in der Getränkeindustrie: Wirtschaftlich auch bei Losgröße 1

Übersicht

Krones setzt auf das ClipX-Konzept

Krones setzt auf das ClipX-Konzept

  • Als ein weltweit agierender Hersteller von Abfüll- und Verpackungsanlagen optimiert die Krones AG nicht nur ihre Lösungen, sondern auch die Fertigungsprozesse ständig.
  • Das Konzept von Phoenix Contact trägt dazu bei, dass die stetig steigende Anzahl an Schaltschränken schnell, fehlerfrei und wirtschaftlich produziert werden kann.
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Anwendung

Anlagenentwicklung nach Industrie 4.0-Gesichtspunkten  

Krones entwickelt innovative Anlagen

Der Krones-Konzern plant, entwickelt und fertigt Maschinen und komplette Anlagen für die Bereiche Prozess, Abfüll- und Verpackungstechnik. Bislang wurden die für die Produktionslinie notwendigen vollständig konfektionierten Klemmenleisten in mehreren Arbeitsschritten manuell zusammengestellt.

Nach dem Ablängen der jeweiligen Tragschiene mussten die notwendigen Reihenklemmen aufgerastet werden. Danach konfektionierten und montierten die Mitarbeiter das Beschriftungsmaterial sowie die Stecker, Brücken und weitere Zubehörteile.

Lösung

eCl@ss und AutomationML  

Durchgängige Standards eCl@ss und AutomationML

Bei der von Phoenix Contact konzipierten Anlage handelt es sich um eine Kombination der im unternehmenseigenen Maschinenbau erarbeiteten Technologien Clipx-Cutter und Clipx-Loader.

Die in einem Magazin gelagerten Tragschienen werden hier individuell und verbrauchsoptimiert in der erforderlichen Länge abgetrennt. In einer Zusatzeinrichtung lassen sich Reststücke manuell in die Anlage einbringen. Im nächsten Schritt werden die Tragschienen auf Basis einer ausgeklügelten Magazintechnik vollautomatisch mit einer Varianz von bis zu 50 verschiedenen Klemmentypen bestückt. Aufgrund einer patentierten Logistiklösung der Produkte kann der Mitarbeiter die Magazine hauptzeitparallel befüllen oder bei Bedarf komplett austauschen. Eine auf das Bedienpersonal zentrierte Rüstassistenz ermöglicht die anweisungsgeführte Integration weiterer Klemmentypen, ohne dass die Anlage programmiert oder aufwendig bedient werden muss.

Die automatisierten Aufträge aus dem Engineering-Bereich und dem Auftrags-Pool des Fertigers werden mithilfe des Leitsystems Clipx-Control ohne Zwischenschritte von der Anlage ausgeführt, wobei die Mitarbeiter ständig über den Anlagenzustand informiert sind. Die Anlage prüft zudem, ob der jeweilige Auftrag produziert werden kann oder Engineering-Fehler vorliegen, sodass sie den Auftrag zur Korrektur zurückspielt.

In diesem Zusammenhang kommt der Durchgängigkeit der Daten von der verwendeten E-CAD-Software bis zur Fertigungssteuerung eine wesentliche Bedeutung zu. Damit ist ein zentraler Aspekt des Zukunftsprojekts Industrie 4.0 in die Lösung eingeflossen: die Herstellung von Produkten in Losgröße Eins zu den Stückkosten einer Serienproduktion.

Fazit

Krones und Phoenix Contact beschäftigen sich bereits mit Konzepten für weitere Teilprozesse im Bereich der Schaltschrank-Erstellung, von denen auch andere Schaltanlagen-Hersteller profitieren können.

Beispielsweise geht es um die Vereinheitlichung von Produktdaten auf der Grundlage des Klassifizierungsstandards eCl@ss. Werden die identischen Produktbeschreibungen ferner in einer einheitlichen Beschreibungssprache – zum Beispiel AutomationML – genutzt, können selbst in einer heterogenen Systemlandschaft mit verschiedenen Anlagen und Werkzeugen die jeweils notwendigen Informationen zur richtigen Zeit und am richtigen Ort zur Verfügung gestellt werden.

PHOENIX CONTACT
GmbH & Co. KG

Flachsmarktstraße 8
D-32825 Blomberg
+49 5235 3-00