Struktur

Desktop-Anwendungen

Aufteilung des Hauptfensters einer PC Anwendung  

Aufteilung des Hauptfensters einer PC Anwendung

Framework

Das Framework beschreibt den grundlegenden Aufbau eines Bildschirms und das Verhalten einer PC-Anwendung. Üblicherweise haben PC-Anwendungen folgende Bereiche:

  • Header mit Menüleiste und Toolbar: stellt allgemeine Aktionen zur Verfügung.
    • Beispiel: Öffnen/Schließen von Daten.
    • Beispiel: Allgemeine Bearbeitungsaktionen: Zwischenablage-Aktionen; Rückgängig/Wiederherstellen.
    • Beispiel: Hilfeaktionen
  • Arbeitsbereich: dieser Bereich steht zur freien Verfügung und kann so gestaltet werden, dass er die Tätigkeiten der Nutzer optimal unterstützt. Weitere Bereiche sind optional.
  • Statusbar: der Status dient in erster Linie zur Anzeige von Information. Die angezeigte Information kann darüber hinaus auch direkt manipuliert werden.
    • Beispiel: Informationen über die geöffneten Daten, wie Seitenanzahl in Microsoft Word.
    • Beispiel: Anzeige von Eingabemodi, z. B. eingestellte Sprache.
    • Beispiel: Anzeige des Fortschritts von Hintergrundprozessen, wie etwa der Druck eines Dokuments.

Bereiche im Detail
Header

  • Der Headerbereich läuft über die gesamte Breite des Hauptfensters.
  • Er beinhaltet zum einen die Menüleiste und zum anderen die Toolbar.
  • Alle Aktionen in der Toolbar sind auch über die Menüleiste zu finden.
  • Häufige Aktionen werden in der Toolbar dargestellt.

Arbeitsbereich

  • Der Arbeitsbereich füllt sämtliche freie Bereiche.
  • Sitzt immer auf einem dunklen Hintergrund
  • Der Arbeitsbereich kann mit Hilfe von DockableWindows untergliedert werden:
    • Alle DockableWindows sind in der Höhe und Breite variabel und können von Nutzern geändert werden.
    • Container die am oberen, rechten Rand ein Pfeil beinhalten, können in eigenständigen Fenstern angezeigt werden.

Statusbar

  • Die Statusbar läuft über die gesamte Breite des Hauptfensters.
  • Zeigt Informationen an.
    • Die Anordnung von Informationen soll in der Anwendung stabil sein.
    • Die Anordnung von Informationen soll über Anwendungen hinweg konsistent sein. z. B. wird die Zoomstufe einer Ansicht sowohl in Microsoft Office Anwendungen, aber auch in Projekt+.

Meldungen

Im Normalfall erhalten Nutzer augenblicklich eine Rückmeldung über Ihre Eingaben. Einfache Meldungen werden über Desktop Alerts dargestellt. Der Nutzer kann mit dem Desktop Alert nicht interagieren. Wenn Nutzer eine Auswahlmöglichkeit haben soll, werden Dialogfenster verwendet (siehe Überlagernde Fenster).

Error Panel

Meldungen der Anwendung können im Error Panel aufgelistet werden. Das Error Panel ist in folgenden Fällen geeignet:

  1. Wenn Meldungen Zustände anzeigen, die nicht augenblicklich bei Eingabe identifiziert werden können.
  2. Wenn Meldungen längere Zeit anstehen, bis der Nutzer den zugrundeliegenden Zustand geändert hat.
  3. Wenn mehrere Meldungen gleichzeitig auftreten (können).

Das Error Panel kann zusätzlich zur Standardlösung für Meldungen eingesetzt werden, wenn die Kriterien (oben) für einen klar nachvollziehbaren Teilbereich der Anwendung gelten (z. B. PC WORX Engineer: nur Meldungen des Compilers werden im Error Panel angezeigt). Wenn die obigen Kriterien auf den Großteil aller Meldungen zutreffen (ca. 90 % und mehr), dann kann das Error Panel auch für alle Meldungen eingesetzt werden.

  • Sobald Meldungen nicht mehr gültig sind, werden sie entfernt. Im Idealfall macht die Anwendung dies augenblicklich, wenn Nutzer den Zustand verändern, der die Meldung ausgelöst hat. Dies kann auch als Ergebnis einer expliziten Nutzeraktion erfolgen, z. B. einem Compile-Vorgang in PC WORX Engineer, der vom Nutzer gestartet wird.
  • Nutzer können Meldungen nach Meldungstyp filtern.
  • Nutzern sollte es möglich sein (falls logisch sinnvoll), über die Meldung direkt zum "Ort der Ursache" zu gelangen. Mit Ort der Ursache ist in diesem Zusammenhang eine Ansicht gemeint, in der Nutzer die Ursache der Meldung nachvollziehen und optimalerweise auch direkt bearbeiten können.
  • Die Statusbar zeigt an, ob Meldungen im Error Panel vorhanden sind, damit Nutzer auch bei zugeklapptem Error Panel Bescheid wissen.

Interaktionsmuster zur Navigation

Das DockableWindow auf der rechten Seite zeigt Details zur ausgewählten Station (Wireframe von Projekt+)  

Das DockableWindow auf der rechten Seite zeigt Details zur ausgewählten Station (Wireframe von Projekt+)

PC-Anwendungen haben ein skalierbares Hauptfenster. Der Arbeitsbereich des Hauptfensters kann aufgeteilt werden in den eigentlichen Inhaltsbereich, der zur Bearbeitung dient. Zusätzlich können DockableWindows eingesetzt werden, um kontextübergreifende Informationen oder Daten zu Verfügung zu stellen.

Multiple Document Interface im Inhaltsbereich

Inhalte können auf Reiter aufgeteilt werden. Beispiele:

In einem Webbrowser stehen die Reiter für verschiedene Webseiten.
In Projekt+ stehen die Reiter für unterschiedliche Inhalte einer Projektierung: Stationsübersicht, Stationen, Ergebnisansicht

Arbeiten mit DockableWindows

Typische Einsatzzwecke für DockableWindows sind:

  • Strukturierende DockableWindows für Projekt-/Dokumentenstrukturen:
    • Wenn eine Aufgabe eine Vielzahl unterschiedlicher Elemente benötigt, die einzeln bearbeitet werden können, bietet ein DockableWindow diese Elemente in einer Übersicht.
    • Nutzer können im DockableWindow wählen, welches dieser Elemente im Inhaltsbereich angezeigt wird.
    • Strukturierende DockableWindows stehen per Default links.
  • Master-Detail DockableWindows:
    • Der Inhaltsbereich dient als Master, während ein Detail-DockableWindow Informationen zu einem Element anzeigt, das im Inhaltsbereich angezeigt wird.
    • Ein Detail-DockableWindow steht per Default auf der rechten Seite der Anwendung.
  • AuswahlDockableWindows:
    • Eine Menge an Elementen wird zur Auswahl zur Verfügung gestellt. Diese können dem Arbeitsbereich hinzugefügt, innerhalb des DockableWindows aber nicht verändert werden.
    • AuswahlDockableWindows stehen in der Anwendung per Default links.

Dialoge

Dialoge sind untergeordnete Fenster. Mit ihrer Hilfe können Nutzern Aktionen spezifizieren und ausführen oder eine Frage beantworten. Eine Anwendung kann Nutzer damit auch informieren oder den Fortschritt eines Prozesses anzeigen. Hierzu gehören auch die Standarddialoge, wie "Datei öffnen/speichern unter...", "Suchen und Ersetzen" oder "Drucken".

PHOENIX CONTACT
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+49 5235 3-43862

Ulrich Becker

Information Architect

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