Zurück zur Übersicht

Erfahrungsbericht von Meltem Akpinar

Vor meinem Aufenthalt in Seoul wusste ich nicht, was mich alles erwarten wird. Ich habe ehrlich gesagt auch nicht viel vorher recherchiert, weil ich der Meinung bin, dass man sich vor Ort ein besseres Bild von der Kultur und den Einheimischen machen kann.

Am Anfang war es natürlich nicht leicht, sich in einem Land mit einer fremden Kultur zurecht zu finden. Nach ein paar Wochen hatte ich mich so langsam an alles gewöhnt, sogar an die scharfen Gerichte der koreanischen Küche.

Meltem Akpinar mit einer Gruppe Studenten in Seoul  

Meltem Akpinar mit einer Gruppe Studenten in Seoul

Bewerbung und Einschreibung an der Gastuniversität

Ich habe mich beworben für das „Asian Studies in Business and Economics (ASBE)“-Programm der Universität Paderborn und einen Platz für das Auslandsstudium an der EWHA Womans Universität in Seoul erhalten.

Die EWHA ist die erste Frauenuniversität Südkoreas und die größte der Welt. Außerdem gehört die Universität zu den fünf besten Universitäten des Lands. Die Bewerbung mit allen Dokumenten musste ich bis November 2015 im International Office abgeben. Schon im Dezember 2015 wurde ich dann eingeladen zu einem Gespräch bei den Programmbeauftragten Prof. Dr. Jungblut und Prof. Dr. Sloane. Das Gespräch fand auf Englisch mit drei weiteren Studierenden statt.

Im Februar 2016 fand der im programmintegrierte Intensivsprachkurs statt. Dieser war sehr hilfreich, weil wir neben der koreanischen Sprache auch Wichtiges über die Kultur lernten. Des Weiteren waren für die Einschreibung an der Gastuniversität einige Dokumente notwendig, die ich von April bis Mai 2016 online hochladen musste. Über ein Online-Portal habe ich mich um ein Zimmer im Studentenwohnheim auf dem Campus der Universität beworben.

Leben auf dem Campus

Das Semester an der EWHA begann Anfang September mit einer sogenannten Orientation Week. Zu Beginn fand die Welcome Ceremony statt und im Anschluss machten wir in Siebenergruppen mit jeweils einer einheimischen Studentin eine Campus-Tour.

Ich war sehr überrascht, wie groß der Campus war. Auf dem Campus der EWHA findet man alles, was man braucht. Es gibt viele Restaurants, Cafés und Mensen, eine Bank, kleine Lädchen, ein Friseur, eine Apotheke, mehrere Fitnesscenter, ein Buchhandel, ein Bürobedarf Shop sowie ein Uni-Shop. Die Orientation Week bietet einen super Einstieg in das Leben an der EWHA.

Das Studium

Vor meiner Abreise machte ich mir schon Gedanken über die Kurse, die ich wählen wollte. Im Vergleich zu Deutschland war der Aufwand für meine Kurse höher, aber dafür das Niveau ein wenig niedriger. In all meinen Kursen lag die Größe bei 20 bis 30 Teilnehmern. Leider waren kaum koreanische Studierende in
meinen Kursen. Die Kurse bestanden fast nur aus Austauschstudenten sowie internationalen Studenten.

An der EWHA habe ich insgesamt fünf Kurse belegt: International Negotiations and Strategy, Cross-Cultural Communications, Practicum on Reputation and Brand Management, Regional Integration in Europa and Asia und International Business: Theory and Practice. In allen Kursen war eine aktive Mitarbeit erwünscht. Sie waren größtenteils geprägt von Diskussionen sowie Präsentationen.

Kontakte, Freizeit und Ausflüge

Meltem Akpinar mit ihrer Kommolitonin Yijoung Kim  

Meltem Akpinar mit ihrer Kommolitonin Yijoung Kim

Wie bereits erwähnt, waren in meinen Kursen leider kaum koreanische Studierende. Dennoch, in einen meiner Kurse hatte ich einmal eine Gruppenarbeit mit einer Koreanerin. Als ich erfuhr, dass sie gern Deutsch lernen möchte, bot ich ihr an, ihre Tandem-Partnerin zu werden. Ab dem Zeitpunkt an trafen wir uns regelmäßig. Wir haben uns richtig gut verstanden und sind gute Freundinnen geworden.

In Korea, vor allem in Seoul, kann man sehr viel unternehmen und einem wird nie langweilig. Es gibt viele Sehenswürdigkeiten, wie z. B. Paläste und Tempel und viele Shopping- sowie Partymeilen. Wenn man mehr von der Natur Seouls sehen möchte, kann man dort hervorragend wandern gehen (z. B. im Bukhansan Nationalpark) und einen schönen Ausblick auf die Stadt genießen. In Korea ist Wandern mittlerweile eine Kultur, denn die Einheimischen gehen fast jedes Wochenende wandern.

Die gut ausgebaute Infrastruktur ermöglichte es, in kurzer Zeit viel vom Land zu besichtigen. Während des Semesters bin ich mit weiteren Austauschstudierenden viel gereist. Mein absolutes Highlight war die Insel Jeju mit den schönen Stränden und Wasserfällen.

Fazit

Alles in allem empfehle ich jedem, für eine längere Zeit nach Seoul zu gehen. Ich hatte eine super Zeit, die viel zu schnell verflogen ist. Einer meiner schönsten Erlebnisse während meines Aufenthalts war, nicht nur die koreanische Kultur näher kennen zu lernen, sondern durch die Internationalisierung der Partneruniversität sowie Seoul auch mehrere verschiedene Kulturen.

Ich hatte eine großartige Zeit in Südkorea mit tollen Menschen und unvergesslichen Momenten. Dank des Auslandssemesters konnte ich mich sowohl kulturell als auch persönlich weiterentwickeln. Was ich sehr zu schätzen weiß!

PHOENIX CONTACT
GmbH & Co. KG

Flachsmarktstraße 8
D-32825 Blomberg
+49 5235 3-00

Diese Webseite verwendet Cookies. Für weitere Informationen lesen Sie unsere Datenschutzerklärung.

Schließen