Ehemaliges Wirtschaftsgebäude mit bauwerkintegrierter Photovoltaik restauriert

Übersicht

Solare Fensterläden für die bauwerkintegrierte Photovoltaik  

Solare Fensterläden für die bauwerkintegrierte Photovoltaik

  • Die bauwerkintegrierte Photovoltaik (BIPV) bildet noch immer eine Nische – sowohl im Bauwesen als auch in der Photovoltaik selbst.
  • Dabei zeigt sich immer häufiger, welche gestalterischen Möglichkeiten die BIPV den Architekten und Bauherren bietet.
  • Bei der Sanierung eines ehemaligen Wirtschaftsgebäudes wurden die PV-Module mit Steckverbindern aus der Serie SUNCLIX mini von Phoenix Contact verkabelt.
  • Dabei fungieren sogar die Fensterläden gleichzeitig als PV-Module.

Kundenprofil

Sanierung eines Schnitterhauses mit bauwerkintegrierter PV  

Das Schnitterhaus in der Uckermark

Etwa eineinhalb Autostunden nordöstlich von Berlin im Landkreis Uckermark liegt das kleine Dorf Nechlin. Im Ortskern steht das Schnitterhaus, in dem früher Erntehelfer wohnten – so genannte Schnitter.

Das ehemalige Wirtschaftsgebäude wurde vor wenigen Jahren mit viel Liebe zum Detail zum Niedrigstenergiehaus saniert.

Anwendung

Solararchitektin Astrid Schneider  

Solararchitektin Astrid Schneider macht sich stark für BIPV

Building Integrated Photovoltaics – zu deutsch bauwerkintegrierte Photovoltaik oder auch kurz BIPV – ist die vollständige Integration der Photovoltaik in die Gebäudehülle. Als solche übernimmt die PV die verschiedenen Funktionen der Außenhaut, wie die Eindeckung des Daches, die (dämmende) Fassade, Verschattungselemente, Balkonbrüstungen oder Verkleidungen.

Auch in Einfach- oder Isolierverglasungen können Solar­zellen integriert werden. Diese Elemente haben primär eine Funktion als Bauelement, darüber hinaus dienen sie der Energieerzeugung.

„Bei der aufwändigen Sanierung des Schnitterhauses sollten altbewährte Baumaterialen im Hinblick auf ein energetisches Gesamtkonzept durch PV-Komponenten ersetzt werden, erläutert die renommierte Solararchitektin Astrid Schneider, die die PV in die Gebäudehülle integriert hat. „Die Gebäudeelemente sollten durch die Photovoltaik eine Zusatzfunktion erhalten, mit der das alte Haus zum innovativen Selbstversorger in Sachen Strom wird“.

Lösung

PV-Fensterläden eines Schnitterhauses  

Die PV-Fensterläden lassen sich parallel zum Fenster schwenken

Schneider platzierte die PV-Flächen nicht nur in der gesamten Dachhaut, sondern nutzte die ästhetischen Glas-Glas-Module auch als Verschattungselemente über den Fenstern der Südwestfassade. Die solaren Fensterläden können bei Bedarf – immer parallel zum Fenster – vor dieses gezogen werden. Somit sorgen sie auch für Verschattung und Sichtschutz.

„Die architektonische Herausforderung lag darin, den Bewegungsmechanismus der Fensterläden und gleichzeitig den sicheren elektrischen Anschluss der Module optimal umzusetzen“, resümiert Schneider. So wurden die Zuleitungen durch die Profile der Mechanik geführt. „Da es an diesen neuralgischen Punkten durch die ständige Bewegung im Laufe der langen Lebensdauer der Solarmodule von über 30 Jahren durchaus zu Beeinträchtigungen an der Leitung kommen kann, habe ich an beiden Enden zuverlässige Steckverbinder positioniert. So sind die Module einfach zu warten, und im Fehlerfall kann die Zuleitung problemlos ausgetauscht werden.“

SUNCLIX mini für die PV-Gebäudeintegration  

SUNCLIX mini ist mit seinen kompakten Außenmaßen ideal für die Gebäudeintegration

Denn was auf der Freifläche oder hoch auf dem Dach noch nebensächlich ist, gewinnt an Bedeutung, je mehr es in den Sichtbereich rückt: die Ästhetik. Die Module müssen nicht nur ansprechend aussehen, ihre Anschlusstechnik soll auch im Hintergrund bleiben. Schneider entschied sich hier für die Steckverbinder SUNCLIX mini von Phoenix Contact, die mit ihrer schmalen Bauform speziell für die BIPV entwickelt wurden. Auf diese Weise bleibt die Anschlusstechnik dezent im Hintergrund.

Die monokristallinen Glas-Glas-Module der acht solaren Fensterläden bringen es kumuliert auf eine Leistung von 1160 Watt – und fügen sich mit ihrem Holzrahmen gediegen ins Gesamtbild des Gebäudes ein. Dabei fällt die PV im Inneren der Elemente erst bei genauerem Hinsehen auf. Im Ausgangszustand sind die Fensterläden seitlich neben den Fenstern platziert. Um sie als Sichtschutz oder Verschattungselement zu nutzen, werden sie über eine speziell angefertigte Mechanik vor das Fenster geschwenkt und von innen verriegelt.

Fazit

Am Schnitterhaus in Nechlin konnte Solarchitektin Astrid Schneider zeigen, wie selbstverständlich Photovoltaik in ein historisches Gebäude integriert werden kann. Durch die clevere Anschlusstechnik wurde die Installation wartungsfreundlich umgesetzt, ohne dabei den ästhetisch-visuellen Gesamteindruck des Gebäudes zu stören.

„Das Projekt Schnitterhaus, bei dem die Erwartungen aller Beteiligten – vom Planer bis zum Mieter – erfüllt wurden, dient mir inzwischen als Referenz für zahlreiche spannende Projekte“, berichtet Schneider. „Dank der EU-Gebäuderichtlinie wird sich die BIPV sprunghaft weiterentwickeln.“

PHOENIX CONTACT s.à r.l.

10a, op Bourmicht
L-8070 Bertrange
(+352) 45 02 35-1

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