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Anlangen- und Personensicherheit: Rheinenergie errichtet neue Schwerpunktstation in Köln

Übersicht

Mittelspannungs-Schaltanlage im Umspannwerk Worringen  

Die Mittelspannungs-Schaltanlage im Umspannwerk Worringen

  • Im Kölner Stadtgebiet und im Umland betreibt die Rheinenergie AG das Verteilnetz Strom.
  • Zur Versorgung des Gebietes betreibt der Energieversorger ein 110 kV-Netz sowie ein unterlagertes Mittelspannungsnetz.
  • Im Zuge des stetigen Netzausbaus und der Modernisierung des Netzes wurde eine wichtige Hauptverteilstation erneuert.
  • Durch den Einsatz des Prüfstecksystems Fame wird bei der turnusmäßigen Prüfung der Schutztechnik die Anlagen- sowie die Personensicherheit deutlich erhöht.

Kundenprofil

Als regionales Energieversorgungsunternehmen für Strom, Gas, Wasser und Wärme mit Sitz in Köln versorgt die Rheinenergie AG rund 2,5 Millionen Menschen, Industrie, Handel und Gewerbe mit Energie und Trinkwasser.

Über alle Spannungsebenen hinweg und mit allen Freileitungen und Kabeln hat das Energieversor­gungsnetz eine Gesamtlänge von etwa 19.000 km.

Anwendung

Schaltanlage im Umspannwerk Worringen aus dem Jahr 1963  

Die alte Schaltanlage aus dem Jahr 1963

Die neue Schwerpunktstation zur Erhaltung der Versorgungs­sicherheit wurde im Stadtgebiet Chorweiler im Kölner Norden errichtet. Bislang wurden die Stadtteile Roggendorf und Themenhofen durch eine 1963 errichtete Schaltanlage versorgt.

Der ehemalige 25 kV-Netzanschluss und die dazugehörigen Transformatoren sind bereits vor einigen Jahren zurückgebaut worden, so dass die Schaltanlage noch für die Energieverteilung auf der 10 kV-Spannungsebene genutzt werden konnte.

Karsten Martin von der Rheinenergie AG in Köln  

Karsten Martin von der Rheinenergie AG in Köln

„Die Instandhaltung der alten Anlage war nicht mehr wirtschaftlich“, erläutert Schutztechniker Karsten Martin von der Rheinenergie AG. „Für die neue Schwerpunktstation haben wir auch ein erheblich kleineres Gebäude errichtet.“ Dabei sollte auch die Betriebs- und Versorgungssicherheit erhöht werden.

Lösung

Rheinenergie modernisiert ihre Netze mit dem Prüfstecksystem Fame  

Rheinenergie modernisiert ihre Netze mit dem Prüfstecksystem Fame

Die neue Mittelspannungsschaltanlage in Worringen wird durch drei Einspeisungen aus dem Umspannwerk Fühlingen versorgt. Mit 22 Schaltfeldern versorgt die Anlage 28 umliegende Ortsnetz­stationen über zwei Ringe. Neben dem Eigenbedarfstransformator gibt es einen weiteren Transformator mit einer Leistung bis zu 630 kVA, der die umliegenden Kunden aus der Station heraus direkt versorgt. Gefertigt wurden die neuen Schaltanlagen von der Elatec Power Distribution GmbH. Die Fernwirktechnik stammt vom Kölner Unternehmen SAE IT-systems GmbH & Co. KG.

„Den Niederspannungsschaltschrank mit den Steuerungskomponenten und der Schutztechnik planen wir selbst, und wir führen auch die Inbetriebnahme durch“, erläutert Martin. „Dadurch wird die Wartung und die turnusmäßige Prüfung der Anlage viel einfacher.“ Dass es jetzt so viel einfacher geht, liegt auch am Einsatz des Prüfstecksystems Fame. Damit hat die Rheinenergie einen unternehmensweiten Quasi-Standard, der für alle Neuanlagen bindend ist.

„Weil die Schaltfolge im Messstecker konfiguriert ist, muss im Bedarfsfall nur die Brückung des Steckers modifiziert werden“, betont Martin. „Wenn wir zum Beispiel ein Amperemeter einschleifen wollen, um die Wandlerströme im laufenden Betrieb zu messen, können wir die Kurzschlussbrücken entfernen.“ Dabei sorgt die voreilende Kontaktierung durch die beiden Kontaktzonen der Feder im Grundblock dafür, dass das Einschleifen ohne jegliche Unterbrechung der Wandlerkreise erfolgt. Die Auslösekreise werden vor dem Auftrennen der Signal- und Wandlerkreise getrennt. Dazu besitzen die Fame-Prüfstecker drei Stiftlängen, die für jeden Pol konfiguriert werden können.

Die verlängerten Stifte an den Kontakten der Aus-Kreise verhindern das ungewollte Auslösen des Leistungsschalters beim Stecken und bei der Prüfung. „Die Schaltreihenfolge wurde ja bereits im Stecker festgelegt“, so Martin, „Ausfallzeiten durch Fehlauslösungen dürften dann nicht mehr vorkommen.“

Fazit

Für die Rheinenergie bietet Fame durch seine Flexibilität und Modularität sowie durch seine Sicherheit in der Anwendung viele Vorteile. Martin: „Die nach unseren Wünschen konfigurierten Lösungen aus dem Fame-Programm können wir über separate Artikelnummern beziehen – wir müssen sie nicht bei jeder Bestellung neu konfigurieren.“

Auch beim Anschluss des Schutzrelais ist die Verbindungstechnik von Phoenix Contact von Vorteil, auch hier ist – wie beim Prüfstecksystem selbst – der voreilende Kurzschluss bereits im Steckverbinder integriert. „Wir werden auch künftig bei unseren stetigen Modernisierungs- und Netzausbaumaßnahmen auf das Prüfstecksystem Fame von Phoenix Contact setzen“, so Martin.

PHOENIX CONTACT s.à r.l.

10a, op Bourmicht
L-8070 Bertrange
(+352) 45 02 35-1

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