Allego: Ladelösung bietet viel Funktion auf kleinem Raum

Übersicht

AC-Fahrzeug-Ladestecker Typ 2  

Mit dem AC-Ladestecker lässt sich das Elektrofahrzeug mit Wechselstrom laden

  • Die Elektromobilität nimmt weiter zu, wobei die Niederlande mit einem gut ausgebauten Infrastrukturnetz eine Vorreiterrolle einnehmen.
  • Niederländische Unternehmen wie Allego und Van der Sijs entwickeln intelligente Ladepunkte, die mit einer besonderen Energiemanagementfunktion ausgestattet sind.
  • Die Ladesteuerung EV Charge Control Advanced steuert und überwacht das Laden der Elektroautos am Drei-Phasen-Wechselstromnetz und tauscht Daten mit der zentralen Steuerung aus.
  • Allego und Van der Sijs haben sich aufgrund der flexiblen Nutzung und der Erfüllung der relevanten Industrienormen für die Lösung von Phoenix Contact entschieden.

Kundenprofil

Allego, 2013 vom Energienetzbetreiber Alliander gegründet, erarbeitet maßgeschneiderte Ladelösungen und -infrastruktur für Kommunen, Unternehmen und Verkehrsbetriebe. Mit dem Ziel, jedem Nutzer eine einfach zu handhabende, kostengünstige sowie überall und jederzeit verfügbare Lademöglichkeit bereitzustellen, ist Allego neben den Niederlanden ebenfalls in Belgien und Deutschland tätig.

Anwendung

Speziell für das Energiemanagement designte Ladepunkte  

Speziell designte Ladepunkte: kompakt und trotzdem funktional voll integriert

Das niederländische Unternehmen Van der Sijs Techniek & Automatisering BV hat ein Energiemanagementsystem konzipiert, mit dem der erzeugte Strom über Elektroautos verteilt werden kann, um Energieangebot und -nachfrage optimal aufeinander abzustimmen und Probleme im Stromnetz zu verhindern.

Bei der weiteren Entwicklung des Ladesystems kam der Ankopplung an ein Backoffice – wie es Allego bietet – eine entscheidende Bedeutung zu. Das Open Charge Point Protocol (OCPP), das zur Authentifizierung von Elektroautos an öffentlichen Ladestationen verwendet wird, sieht ein solches Backoffice vor. Denn der Standard, der die Ladevorgänge überwacht und verwaltet sowie die jeweiligen Benutzer- und Abrechnungsdaten an den Vertragspartner übermittelt, ist nicht auf die Kommunikation mit nur einem Ladepunkt ausgelegt. Vielmehr muss die Ladeapplikation über ein Energiemanagementsystem verfügen.

Allego hat eine Umfrage gestartet und potenzielle Käufer eines Elektroautos unter anderem gefragt, wie eine Ladesäule aussehen sollte. Den meisten Teilnehmern war es wichtig, dass der Ladepunkt möglichst klein und unsichtbar ist. Das Feedback hat Allego dann bei der Entwicklung des Charging Plaza-Systems aufgenommen und umgesetzt. Die dafür erforderlichen Automatisierungskomponenten bietet Phoenix Contact.

Lösung

Kompakter Ladepunkt  

Die Bauform des Ladepunkts erlaubt eine große Varianz an Einsatzmöglichkeiten

Die Ladepunkte umfassen lediglich die Technik, die tatsächlich notwendig ist. Dazu gehören die Ladesteckdose (Socket Outlet), die Verriegelung sowie die RFID/NFC-Chips, um den Aufladevorgang zu autorisieren und zu beginnen. Die kleinen Ladestationen sind von Allego speziell für den beengten Ladeplatz konzipiert worden. Sie lassen sich als Ein-, Zwei- oder Vierpunktvariante auf einem Pfosten oder als einzelner Ladepunkt an einer Mauer montieren.

Der Ladesteuerung EV Charge Control Advanced kommt eine wesentliche Bedeutung im beschriebenen System zu. Sie dient der Steuerung und Überwachung des Ladens der Elektroautos am Drei-Phasen-Wechselstromnetz im Mode 3 gemäß IEC 61851-1. Gleichzeitig tauscht der EV Charge Control Advanced via Modbus TCP/IP Daten mit der zentralen Steuerung aus. Dabei handelt es sich um einen Inline Controller ILC 370 ETH 2TX, der wiederum via OCPP an das Backoffice-System angebunden ist.

Der ILC 370 ETH 2TX wurde mittlerweile gegen eine leistungsfähigere Axiocontrol-Steuerung AXC 3050 ausgewechselt. Statt der bislang maximal 30 Ladepunkte können mit dem AXC 3050 jetzt bis zu 100 Ladepunkte gesteuert werden.

Van der Sijs hat ein Service Level Agreement (SLA) mit Allego abgeschlossen. Der dafür benötigte 3G-Router erlaubt den Aufbau einer sicheren VPN-Verbindung auf Basis von IPsec. Über die Verbindung können sich die Service-Spezialisten von Allego in die Zentral- und die Ladesteuerung einloggen.

Schaltschrank mit allen relevanten Komponenten  

Einfache Integration in die Applikation über die Ethernet-Schnittstelle

Allego und Van der Sijs haben sich deshalb für die Komponenten und Systeme von Phoenix Contact entschieden, weil diese flexibel einsetzbar sind und den relevanten Industrienormen entsprechen.

„Die betriebsbereit gelieferten Geräte können sowohl mit den Elektroautos der verschiedenen Hersteller als auch mit dem übergeordneten System kommunizieren“, erläutert Henk Roest, Automatisierungsfachmann bei Van der Sijs. „Daher ist das von uns erarbeitete Energiemanagementsystem in der Lage, die zur Verfügung stehende Energie an ein bis zu einer nahezu unendlichen Anzahl an E-Mobilen zu verteilen“.

Fazit

Patrick Langevoort, Innovation & Product Manager bei Allego, sieht ein großes Marktpotenzial für die gemeinsam entwickelte Ladelösung: „Der von uns konzipierte Ladepunkt erlaubt das Aufladen der gewünschten Anzahl an Elektroautos an Standorten, wo dies aus Platzgründen zuvor nicht möglich war.“

Laut Allego und Van der Sijs besteht die weitere Herausforderung nun darin, mit der erarbeiteten Lösung die notwendigen Skaleneffekte zu erreichen. Dazu Langevoort: „Der Markt für Elektromobilität befindet sich in der Anfangsphase. Gleichzeitig ist es jedoch erforderlich, entsprechende Ladesysteme zu wirtschaftlichen Konditionen anzubieten.“

PHOENIX CONTACT s.à r.l.

10a, op Bourmicht
L-8070 Bertrange
(+352) 45 02 35-1

Service

Referrer:

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