Sichere Teleservice-Lösung minimiert Stillstandzeiten von Rundtaktmaschinen

Übersicht

  • Für einen reibungslosen Produktionsprozess mit hoher Verfügbarkeit ist ein 24-Stunden-Service des Maschinenbauers unabdingbar.
  • Ein sicherer Fernzugriff auf die beim Endanwender installierte Anlage stellt einen wesentlichen Bestandteil des Servicekonzepts dar.
  • Als Kernelement des neuen Fernwartungskonzepts in den Bearbeitungszentren von Pfiffner fungiert der Security-Router FL mGuard RS4000 TX/TX VPN von Phoenix Contact.

Kundenprofil

Rundtakmaschine von Pfiffner zur Massenfertigung von Präzisionsteilen  

Rundtakmaschine von Pfiffner zur Massenfertigung von Präzisionsteilen

Die von der K.R. Pfiffner GmbH entwickelten Rundtaktmaschinen produzieren jeweils mehr als 300.000 Werkstücke pro Jahr, die bis zu faustgroß sein können.

450 weltweit tätige Mitarbeiter stellen die Bearbeitungszentren her, die beispielsweise zur Massenfertigung von Präzisionsteilen für die Automobilindustrie verwendet werden.

Anwendung

Tobias Halbritter, Maschinen-IT und Software-Entwicklung bei Pfiffner  

Tobias Halbritter, Maschinen-IT und Software-Entwicklung bei Pfiffner

Um einen reibungslosen Produktionsprozess mit hoher Verfügbarkeit sicherzustellen, ist ein 24-Stunden-Service des Maschinenbauers unabdingbar. Nur so können im Fehlerfall die entsprechenden Maßnahmen ergriffen werden, damit die Bearbeitungszentren lediglich für kurze Zeit außer Betrieb sind. Ein sicherer Fernzugriff auf die beim Endanwender installierte Anlage stellt einen wesentlichen Bestandteil des Service-Konzepts dar.

"Ursprünglich wurde die Fernwartung durch analoge Modem-Verbindungen realisiert. Allerdings hat die Performance nicht mehr unseren Anforderungen genügt. Außerdem traten oft Verbindungsprobleme auf", stellt Tobias Halbritter fest, der das Fernwartungssystem bei Pfiffner betreut und maßgeblich für die umgesetzte Struktur auf Basis sicherer VPN-Verbindungen (Virtual Private Network) verantwortlich ist.

Lösung

Security-Router FL MGuard RS4000 TX/TX VPN im Schaltschrank  

Der Security-Router sorgt für sichere VPN-Verbindungen

Als Kernelement des neuen Fernwartungskonzepts fungiert der Security-Router FL mGuard RS4000 TX/TX VPN, der in den Bearbeitungszentren verbaut ist. "Weil wir die mGuard-Technologie mit eingebauter Firewall bereits zur Ankopplung unserer Anlagen an das Kundennetz nutzen, setzen wir das Gerät auch zum sicheren Fernzugriff ein", erklärt Halbritter. Für den Service-Techniker verhält sich die VPN-Verbindung nahezu so, als ob er direkt vor der Anlage sitzen würde. Das verkürzt die Reaktionszeiten im Wartungsfall. Darüber hinaus ist ein Vor-Ort-Einsatz meist nicht mehr notwendig, sodass erhebliche Wartungskosten eingespart werden.

Durch das Betätigen eines Schlüsselschalters initiiert der Anwender den Aufbau des IPsec-Tunnels zum Pfiffner Remote Services Center. Anschließend hat der Wartungstechniker Zugriff auf die Anlage. Der Anlagenbetreiber behält also die Kontrolle über den Zugang zur Anwendung. In diesem Zusammenhang erweist sich der optionale externe Konfigurationsspeicher des FL mGuard als hilfreich. Da die Pfiffner-Mitarbeiter die IP-Parameter des Kundennetzes vor der Maschinenauslieferung häufig noch nicht kennen, lässt sich die jeweilige Konfiguration nachträglich einfach per SD-Karte übertragen.

Portalstruktur des Fernwartungssystems  

Portalstruktur des Fernwartungssystems

Die VPN-Zentrale ist bewusst nicht in das Pfiffner-Unternehmensnetzwerk integriert, sondern wird als Portal-System mit eigenem Internetzugang betrieben. So kann Pfiffner externen Zulieferern ebenfalls einen sicheren Zugriff auf Teile der entsprechenden Kundenanlage einräumen, ohne diesen durch das eigene Kommunikationsnetz zu tunneln.

Aus netzwerktechnischer Sicht sind die Kundenanlagen typisch mit identischen Adressbereichen konfiguriert, um einzelne Anlagenteile stets mit der gleichen IP-Adresse zu erreichen. Damit hier kein Adresskonflikt entsteht, wenn mehrere Rundtaktmaschinen gleichzeitig gewartet werden sollen, müssen die Adressen virtualisiert respektive in eigenständigen Adressbereichen abgebildet werden. Diese Anforderung wird in den mGuard-Routern durch 1:1-NAT (Network Address Translation) im VPN-Tunnel umgesetzt.

Fazit

Die Verwendung einer Internet-basierten Fernwartung mit sicheren VPN-Verbindungen bringt sowohl dem Hersteller als auch dem Betreiber der Pfiffner-Bearbeitungszentren Vorteile. Dazu zählt neben der schnelleren Reaktion im Fehlerfall durch den direkten Zugriff auf die Anlage und somit der Minimierung von Stillstandzeiten ebenso die Reduzierung der Service-Kosten, weil kostspielige Einsätze vor Ort entfallen. Dies sind Kriterien, die insbesondere bei der Massenteil-Fertigung durch die Rundtaktmaschinen eine entscheidende Rolle spielen.

PHOENIX CONTACT s.à r.l.

10a, op Bourmicht
L-8070 Bertrange
(+352) 45 02 35-1

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