Auswirkungen von Überspannungen

Überspannungen, die in einen Stromkreis einkoppeln, schädigen in den meisten Fällen in erheblichem Maße Einrichtungen und Geräte. Für Geräte, die permanent im Einsatz sind, ist das Risiko besonders hoch. Hier können diese Schäden extreme Kosten verursachen.

Denn nicht nur die Neuanschaffung oder Reparatur der beschädigten Geräte kostet Geld. Noch teurer wirkt sich ein längerer Anlagenausfall oder gar der Verlust von Software oder Daten aus.

Schadenshäufigkeit

Schadenshäufigkeit aufgrund von Überspannungen (Quelle: GDV / 2013)  

Schadenshäufigkeit aufgrund von Überspannungen (Quelle: GDV / 2013)

Statistiken der Versicherer weisen jedes Jahr nennenswerte Zahlen für die Schadenshäufigkeit aufgrund von Überspannungen aus. Schäden an der Hardware bekommt der Betreiber von elektronischen Anlagen in den meisten Fällen von seiner Versicherung ersetzt. Software-Schäden und der Ausfall der Anlage mit großen finanziellen Belastungen bleiben vielfach unversichert.

Die Statistik der deutschen Versicherer von 2013 belegt, dass der Anteil der Überspannungsschäden in der Gebäude-Feuerversicherung bei 57,9 Prozent liegt. Hinzu kommen die Blitzschäden mit 10,5 Prozent. Der Anteil an sonstigen Schäden liegt hier bei 31,6 Prozent (Quelle: GDV).

Gefährdungspotenzial

Überspannungsschaden an einem elektronischen Bauteil  

Überspannungsschaden an einem elektronischen Bauteil

Jeder Stromkreis arbeitet mit einer für ihn spezifizierten Spannung. Daher ist jede Spannungserhöhung, die zur Überschreitung der oberen Toleranzgrenze führt, eine Überspannung.

Der Umfang der Schädigung hängt in starkem Maße von der Spannungsfestigkeit der verwendeten Bauelemente und von der Energie ab, die in dem betreffenden Stromkreis umgesetzt werden kann.

Wirkungsvoller Schutz nach dem Schutzkreisprinzip

Darstellung des Schutzkreisprinzips  

Darstellung des Schutzkreisprinzips

Das Schutzkreisprinzip beschreibt eine lückenlose Maßnahme zum Schutz vor Überspannungen. Dabei ist um das zu schützende Objekt gedanklich ein Kreis zu ziehen. An allen Stellen, an denen Leitungen diesen Kreis schneiden, sind Überspannungsschutzgeräte zu installieren. Die Nenndaten des jeweiligen Stromkreises sind bei der Auswahl der Schutzgeräte zu berücksichtigen. Damit ist der Bereich innerhalb des Schutzkreises so gesichert, dass leitungsgebundene Überspannungseinkopplungen konsequent vermieden werden.

Das Schutzkreiskonzept lässt sich in folgende Bereiche sinnvoll unterteilen:

  • Stromversorgung
  • Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik
  • Informationstechnik
  • Sende- und Empfangsanlagen

PHOENIX CONTACT s.à r.l.

10a, op Bourmicht
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