Modernisierung der Automation von Ölpumpen bei RWE Niedersachsen

RWE DEA: Förderung und Aufbereitung von Erdgas und Erdöl

Als international aufgestelltes Unternehmen ist die RWE DEA durch ihr Engagement bei der Förderung und Aufbereitung von Erdgas und Erdöl bekannt.

Die Tochtergesellschaft des RWE-Konzerns verfügt über mehr als 110-jährige Erfahrung bei der Ergründung und Erschließung beider Rohstoffe.

2009 wurden 2,9 Milliarden Kubikmeter Erdgas gefördert, davon 2,1 Milliarden in Deutschland. Im gleichen Zeitraum betrug die Fördermenge an Erdöl 2,3 Millionen Kubikmeter – davon entfielen 0,9 Millionen auf deutsche Standorte.

Applikation

Der Förderbetrieb Niedersachsen der RWE DEA beschäftigt 65 Mitarbeiter: Sie sind zuständig für die Überwachung, Wartung und Instandhaltung aller oberirdischen Anlagen.

Sämtliche Bohrungen, Leitungen und Stationen werden von einer zentralen, rund um die Uhr besetzten Messwarte aus kontrolliert und gesteuert. Die Mitarbeiter stehen via Mobiltelefon in Kontakt mit der Messwarte. Im Störungsfall können sie schnell vor Ort sein – das erhöht die Verfügbarkeit der Anlagen.

Da ihre niedersächsischen Stationen zur Förderung von Erdöl modernisiert werden mussten, suchte die RWE DEA nach einer robusten und wirtschaftlichen Automatisierungslösung.

Die Steuerung der Öl-Förderanlagen (Tauchkreiselpumpen) erfolgte bislang über Relais, Dioden sowie konventionelle Regler und Logikbausteine. Der Weiterbetrieb der Anlagen mit dieser Technik erwies sich allerdings von Tag zu Tag als schwieriger. Insbesondere weil die Logikbausteine nicht mehr am Markt erhältlich waren.

Lösung

Kleinsteuerungen für wirtschaftliche Automatisierung  

Kleinsteuerungen für wirtschaftliche Automatisierung

Vor diesem Hintergrund suchten die Verantwortlichen nach einer neuen wirtschaftlichen und zuverlässigen Automatisierungslösung.

Die Wahl fiel auf die Kleinsteuerung ILC 170 ETH von Phoenix Contact. Der Inline-Controller lässt sich mit der kostenfrei verfügbaren Entwicklungsumgebung PC WORX EXPRESS programmieren. Der ILC 170 ETH zeichnet sich zudem durch einen integrierten Web- und FTP-Server sowie die Anbindung an OPC-basierte Visualisierungslösungen aus.

Darüber hinaus kann die Steuerung in Kombination mit einer SQL-Bibliothek eine direkte Verbindung zu einer SQL-Datenbank im Unternehmensnetzwerk aufbauen. Damit können beispielsweise Betriebsdaten verwaltet oder aufgezeichnet werden.

Der ILC 170 ETH beinhaltet zwei Ethernet-Ports und einen steckbaren Parametrierungsspeicher. Daneben setzt der Förderbetrieb Niedersachsen auch Stromversorgungen, Überspannungsschutzgeräte, Fernwartungs-Modems und Reihenklemmen aus dem CLIPLINE complete-Programm von Phoenix Contact ein.

Die Ölförderanlagen sind mit je einem SHDSL-Modem ausgerüstet. Es dient der Überwachung, Visualisierung und dem Aufspielen von Programm-Updates. Dazu baut das Modem eine sichere Verbindung zur Hauptverwaltung auf. Als Endgerät der Übertragungsstrecke ermittelt es automatisch die maximal mögliche Datenrate.

Da das SHDSL-Modem wie ein Medienkonverter arbeitet, ist eine Netzwerk-Konfiguration und folglich speziell geschultes IT-Personal nicht erforderlich.

Fazit

Die Mitarbeiter der RWE DEA zeigen sich von der umfassenden Betreuung durch die Branchen-Fachleute von Phoenix Contact begeistert.

So hat das Phoenix Contact Competence Center beispielsweise einige komplexe und daher anspruchsvolle Regelbausteine für den Förderbetrieb Niedersachsen entwickelt.

Die Experten beider Unternehmen haben von der qualifizierten Zusammenarbeit profitiert. Vor allem hat die Kooperation zu einer modernen Automatisierungslösung geführt.

PHOENIX CONTACT
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