Monitoring von Trafotassen

Westnetz Tochtergesellschaft RWE

Transformator

Die Stadt Arnsberg ist ein Teilbezirk der Westnetz GmbH, einer 100-prozentigen Tochtergesellschaft der RWE Deutschland AG. Die Abteilung „Spezial Service Strom für die Region Ems-Westfalen“ stellt hier den einwandfreien Betrieb von über 170 Trafotassenständen sicher. Phoenix Contact hat gemeinsam mit der Westnetz GmbH ein System zur kontinuierlichen Füllstandsüberwachung für Transformatorenstände entwickelt.

Applikation

Der Einsatz von Transformatoren bei denen Öl als Betriebsmittel zur Isolierung verwendet wird, erfordert eine besondere Handhabung. So muss der Energieversorger ab einem Volumen von einem Kubikmeter wassergefährdender Flüssigkeit spezielle Anforderungen zum Betrieb derartiger Anlagen erfüllen.
Die Nutzung von ölisolierten Transformatoren birgt die Gefahr, dass Öl ausläuft und in die Umwelt gelangt. Um diesem Szenario entgegenzuwirken, werden die Transformatoren auf Trafotassen gebaut, die im Schadenfall das entweichende Öl sammeln. Da die Trafotassen der Witterung ausgesetzt sind, nehmen sie ebenso Regenwasser auf, welches bei Bedarf abgepumpt werden muss. Dabei ist zu beachten, dass in das abzupumpende Wasser kein Öl aus dem Transformator geraten ist. Vor diesem Hintergrund überprüften die Westnetz-Mitarbeiter den Wasserstand der Trafotassen in der Vergangenheit stichpunktartig und entleerten die Auffangbecken bei Bedarf. Ein neues System soll den Netzbetreiber nun rechtzeitig informieren, dass der Wasserstand in den Trafotassen angestiegen ist und unter Umständen ein kritisches Niveau erreicht hat.

Lösung

Schaltschranklösung von Phoenix Contact

Schaltschranklösung von Phoenix Contact

Auf Grund der räumlich weit voneinander entfernten Transformatoren ist der Zeitaufwand im Wartungsfall sehr hoch. Deshalb ist eine frühzeitige Information über die aktuellen Füllstände sehr wichtig. Phoenix Contact setzt zur zuverlässigen Überwachung eine automatische Benachrichtigung der Zentrale via E-Mail und SMS ein. Ein Ultraschallsensor ermittelt den aktuellen Wasserstand und vergleicht ihn permanent mit zwei unterschiedlichen Grenzwerten. Bei Erreichen des Grenzwertes sendet das System eine E-Mail an den Betreiber, vor Ort signalisiert eine rote Warnleuchte bei Erreichung der beiden Grenzwerte.
Bei Erreichung des kritischen Grenzwertes wird eine SMS an das Bereitschaftspersonal verschickt. Nach visueller Begutachtung des Niederschlagswassers auf Ölrückstände läuft der Abpumpvorgang automatisch ab. Im Fall einer Ölverunreinigung sorgt eine zusätzliche Stabsonde für den sofortigen Abbruch des Abpumpprozesses. Alle anfallenden Daten werden via GPRS/EDGE über das Mobilfunknetz übertragen. In punkto Datenaustausch setzt der Betreiber auf die Fernwirklösung ReSy+. Das neue Überwachungssystem basiert auf der Kleinsteuerung ILC 150 GSM/GPRS. Die analogen Werte werden mit einer IB IL AI2/4-20-Karte in Schutzart IP20 aus dem Inline-Installationssystem erfasst. Ein in den ILC 150 GSM/GPRS eingebauter Webserver dient der Inbetriebnahme des Überwachungssystems.

Fazit

Nachdem die neue Füllstandsüberwachung auf Basis einer industriegerechten Steuerungs- und Fernwirktechnik umgesetzt worden ist, kann die Westnetz GmbH das Instandhaltungs-Personal bedarfsgerecht und wirtschaftlich einplanen. Die wesentlichen Komponenten in dem von Phoenix Contact gelieferten Schaltschrank sind zertifiziert und bauaufsichtlich zugelassen. Außerdem entspricht die Lösung den relevanten Gesetzen und Vorschriften von WHG (Wasserhaushaltsgesetz Deutschland), VAwS (Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen und über Fachbetriebe) sowie AGI (Arbeitsgemeinschaft Industriebau).

PHOENIX CONTACT
Deutschland GmbH

Flachsmarktstraße 8
D-32825 Blomberg
+49 52 35/3-1 20 00