Überspannungsschutz für das Schweizer Kernkraftwerk Beznau

Axpo: führender Schweizer Stromproduzent

Die Nordostschweizerische Kraftwerke AG, kurz NOK, ist eine Tochtergesellschaft der AxpoHolding AG – ein Schweizer Energieversorger. NOK ist die führende Schweizer Stromproduzentin. Zusammen mit der Netzinfrastruktur der beteiligten Kantone, den Energieunternehmen CKW und der EGL ist das Übertragungs- und Verteilnetz der Axpo das bedeutendste Stromnetz der Schweiz.

Gemeinsam mit den Elektrizitätswerken der Kantone und deren Vertriebspartnern versorgt die Axpo in der Nordost- und Zentralschweiz drei Millionen Menschen mit Strom.

Applikation

Das Kernkraftwerk Beznau liegt im unteren Aaretal, kurz bevor die Aare in den Rhein fließt. Es besteht aus zwei weitgehend identischen Anlagen – Block 1 und Block 2. Inbetriebnahme war 1969 und 1971. Rund um die Uhr erzeugen die Blocks bei gleichbleibender Leistung Strom und Fernwärme. Dabei sorgt die Aare für ausreichende Kühlwasserversorgung.

Das Blitzschutzkonzept aus der Bauzeit allerdings wurde den heutigen Bestimmungen nicht mehr gerecht. Es musste nach Auflagen der Aufsichtsbehörde nachgerüstet werden. So wurde nach den besten Möglichkeiten gesucht, um den sicheren Weiterbetrieb zu gewährleisten. Doch bauliche Gegebenheiten des Kernkraftwerks verhinderten eine grundlegende Änderung des Blitzschutzsystem: Flexiblere Lösungswege mussten gefunden werden.

Und hier kommt Phoenix Contact ins Spiel. Lösungen wurden gesucht und gefunden. Vor allem wurden sie auch zur vollsten Zufriedenheit aller Beteiligten ausgeführt.

Lösung

Energieerzeugung, QTC, Beznau, Quickon, Strom  

Überspannungsableiter mit Trennfunktion

Das Konzept von Phoenix Contact funktioniert als eine Art Vorstopperfunktion am Herzstück des Kernkraftwerks: der Leitwarte. Der Zustand aller Systemfunktionen wird hier transparent und auf seine Verfügbarkeit kontrolliert. Die Leitwarten für jeden Block wurden während der wiederkehrenden Prüfungen mit einem umfassenden Schutzschild versehen. Alle elektrischen Leitungen, die in die innere Schutzzone hineingeführt werden, wurden mit Überspannungsableitern beschaltet. So ist die maximale Verfügbarkeit aller Systeme gesichert. Ein reibungsloser Ablauf aller automatischen und von Menschen kontrollierten Vorgänge ist gewährleistet.

Die Idee war, mit einem ausgeklügelten niederimpedanten Potentialausgleichssystem nachzurüsten. Direkt auf die bisher genutzten Phoenix Contact-Trennklemmen UK 5 N wurden anstelle der Trennstecker schnittstellengerechte Überspannungsableiter mit Trennfunktion gesteckt und zwar immer unter der Prämisse, den vorhandenen Raum ohne zusätzlichen Platz-Mehrbedarf zu nutzen.

Vormals verfügbare UK 4-TG-Klemmleisten von Phoenix Contact wurden optimal genutzt. Die vorhandene Installation der Leittechnik blieb unberührt. Es war kein Eingriff in die bestehende Verdrahtung erforderlich!

Für die zusätzliche Hilfsenergieversorgung wurden auch jene Leitungssysteme beschaltet, die nicht aus der Leittechnik kommen. Die Leitungsschirme aller eintretenden Leitungen wurden am Schutzzonenübertritt großflächig kontaktiert in den örtlichen Potentialausgleich eingebunden. Ein Einbinden der nachgerüsteten Potentialausgleichssammelschienen in den örtlichen Potentialausgleich erfolgte über Reiterklemmen. Für die Leitungseinführung wurden EMV-Verschraubungen verwendet. Alle Rohrleitungssysteme wurden blitzstromtragfähig, niederimpedant in das örtliche Potentialausgleichssystem eingebunden.

Fazit

Der Potenzialausgleich ist isoliert aufgebaut und kann sowohl direkt geerdet als auch auf ein erdfreies Bezugspotenzial geführt werden. In die 4 mm-Buchsen werden die Stecker der Anschlussleitungen eingeführt. Hierdurch können die Überspannungsschutzstecker sowie die zugehörigen Erdanschlussleitungen ohne Eingriff in die Installation gewartet werden.

Nicht zuletzt ist der maßgeschneiderte Überspannungsschutz kostengünstig und effizient. Das Kernkraftwerk Beznau erfüllt damit alle Voraussetzungen für einen weiterhin sicheren Betrieb.

PHOENIX CONTACT
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