Ersatz überalteter Technik im Übertragungsnetz von Vattenfall

Netz über mehr als 100.000 Quadratkilometer

Die Vattenfall Europe Transmission GmbH (ehem. VEAG) ist als Netzbetreiber für den sicheren Betrieb des 380/220-kV-Übertragungsnetzes in den Gebieten der Bundesländer Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen verantwortlich.

Das Übertragungsnetz erstreckt sich über eine Fläche von mehr als 100.000 km² und hat eine Länge von rund 9.500 km.

Applikation

Zum Zeitpunkt der Wiedervereinigung waren im Netzgebiet der ehemaligen VEAG die Kraftwerke und die technische Infrastruktur des Stromnetzes größtenteils veraltet. Die Stromnetze entsprachen nicht mehr den zukünftigen Anforderungen. Auf Grund dessen wurden sie in den letzten Jahren mit einem Investitionsbedarf von rund 15 Milliarden Euro umfassend durch Vattenfall modernisiert.

Der Schwerpunkt der Maßnahme lag im Ersatz überalterter technischer Ausrüstungen. Ziel war die Erhöhung der Funktionssicherheit bei gleichzeitiger Reduzierung des Wartungsaufwandes. Darüber hinaus wurden die Voraussetzungen für den Fernsteuerbetrieb der Umspannwerke geschaffen.

Lösung

Für den Transport wird die in zentralen Kraftwerken erzeugte Energie zunächst auf die Übertragungsspannung von 220 kV bzw. 380 kV hochtransformiert. In Umspannwerken wird sie auf die Verteilungsspannung 110 kV der regionalen Elektrizitätsversorgungsunternehmen zur Weiterverteilung an die Endabnehmer umgesetzt. Vattenfall unterhält hierzu in den neuen Bundesländern 47 Umspannwerke.

In den Umspannwerken ist der Netzschutz für die Überwachung aller an der Energieübertragung beteiligten Anlagenteile zuständig. Im Störfall werden betroffene Anlagenabschnitte schnellstmöglich und selektiv vom Netz getrennt. In der Vergangenheit wurden diese Funktionen mit wartungsintensiven elektromechanischen Schutzeinrichtungen realisiert. Im Zuge der Modernisierung werden heute Digitalschutzeinrichtungen eingesetzt.

Der Klemmeneinsatz in den mess-, regel- und schutztechnischen Anlagen wurde auf Basis der technischen Richtlinien von Vattenfall mit Reihenklemmen von Phoenix Contact umgesetzt.

Fazit

Rahmenbedingung im Bereich des sekundärseitigen Stromwandleranschlusses war die Beibehaltung des bestehenden Querschaltkonzeptes. Die alten keramischen Ruhla-Klemmen wurden hier durch die Gleitstegklemme URTK/S der Produktgruppe CLIPLINE complete ersetzt. Diese bietet die gleiche Funktionalität mit zeitgemäßer Bedienbarkeit. In Fällen, wo Querschalten mit Längstrennbarkeit kombiniert werden musste, wurde die Universaltrennklemme URTKS/S eingesetzt. Mit ihr lassen sich alle einschlägigen Wanderschaltungen mit weniger Klemmen bei bester Stromkreis-Transparenz aufbauen.

Durch die einheitliche Gestaltung der Klemmenleisten mit Reihenklemmen von Phoenix Contact wurde eine platzsparende und standardisierte Schrankbauweise erreicht.

PHOENIX CONTACT
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