Modernisierung der Leittechnik bei RWE Westfalen-Weser-Ems

Regionale Versorgung von 5,5 Millionen Einwohnern

Die RWE Westfalen-Weser-Ems AG mit Sitz in Dortmund ist eine Regionalgesellschaft unter dem Dach der RWE Energy. RWE Westfalen-Weser-Ems bietet ihren Kunden Strom, Gas, Wasser und damit verbundene Dienstleistungen aus einer Hand.

Sie bietet Versorgungssicherheit für 5,5 Millionen Einwohner. Über ein Stromnetz mit einer Gesamtlänge von 76.000 Kilometern und ein Gasnetz von 20.000 Kilometer Länge werden mehr als 24 TWh Strom und rund 52 TWh Gas abgesetzt.

RWE Westfalen-Weser-Ems beschäftigt rund 2.700 Mitarbeiter.

Applikation

Als Betreiber des Verteilnetzes stellt die RWE Westfalen-Weser-Ems die wirtschaftliche Energieversorgung in der Region sicher. Die Optimierung der Energieversorgung stellt ständig neue Anforderungen an die Leit- und Automatisierungstechnik.

Bei der Modernisierung seiner 110 kV-Stationen nutzt das Unternehmen Fernwirktechnik von Siemens. Der Einsatz der Solid-State-Relais vom Typ PLC-Interface von Phoenix Contact trägt durch geringeren Verdrahtungsaufwand zu platzsparenden kleinen Schaltschränken und zur Kostensenkung bei.

Lösung

Im Zuge der Modernisierung erneuert die Siemens Energy Automation GmbH & Co. KG im Auftrag der RWE die 20 bis 25 Jahre alte Leittechnik in den unbesetzten 110 kV-Stationen. Eingesetzt wird das Automatisierungssystem AK 1703 ACP von Siemens. Es bietet umfangreiche Möglichkeiten zum Fernwirken, zur Kommunikation und zur Anbindung von Peripherien bei der Automatisierung von Energieversorgungsnetzen.

Aufgabe der Fernwirktechnik ist es, die Betriebszustände von Schaltern sowie die Momentanwerte von Strömen und Spannungen zu erfassen und sicher zu einer zentralen Leitstelle zu übertragen. Außerdem muss die Fernwirktechnik die Anlage von der Leitstelle aus mit Hilfe von Befehlen und Sollwerten steuern. Als Schnittstelle zwischen der Anlagen- und Fernwirktechnik fungieren Module vom Typ PLC-Interface von Phoenix Contact.

Bei der Erfassung der digitalen Signale über die PLC-Interface-Module werden anlagenseitige Meldespannungen von 220 V DC auf die Meldespannung von 60 V DC umgesetzt, die in der Fernwirktechnik gebräuchlich ist. Dabei werden die Meldespannungen über PLC-Interface-Komponenten voneinander galvanisch getrennt. In der Fernwirktechnik spricht man hierbei von einer Abriegelung.

Mit Hilfe moderner Fernwirktechnik werden Fehlerfälle angezeigt, und aus den Informationen werden Maßnahmen abgeleitet. Im Zuge des steigenden Automatisierungsgrades in unbesetzten Stationen sorgt PLC-Interface für die technische und wirtschaftliche Entkopplung der primär- und sekundärseitigen Meldespannungen. So werden die Bausteine zu einem wichtigen Koppelelement zwischen Prozess- und Fernwirktechnik.

Vorteile

Durch den kombinierten Einsatz von Fernwirksystem und PLC-Interface ist selbst in großen Verteilnetzstationen eine platzsparende und einfache Einschranklösung zur Prozessüberwachung und -steuerung möglich.

Mit einer Baubreite von nur 6,2 mm bietet PLC-Interface eine Platzersparnis von bis zu 75 Prozent. Durch den Wegfall der Rangierebene werden die Ausmaße der Schaltschränke erheblich reduziert. Bei gleichzeitiger Nutzung der Brückungsmöglichkeiten über die integrierten Brückenschächte ergeben sich hohe Einsparpotenziale bei der Verdrahtung. Diese Eigenschaften tragen durchgängig zur Kostenreduzierung bei. Aufbau und Dokumentation von PLC-Interface sind dabei integraler Bestandteil des Fernwirkschranks.

Ein weiterer Vorteil der Integration zeigt sich bei der werksseitigen Systemabnahme, da hier das gesamte sekundärtechnische Equipment in seiner Vollständigkeit geprüft werden kann. So entfallen bei der Inbetriebnahme aufwendige Verdrahtungsarbeiten vor Ort, was zu einer Reduzierung der Montagezeiten und -kosten führt. Aufgrund dieser positiven Eigenschaften und der guten Erfahrungen werden diese Komponenten auch bei zukünftigen Projekten zum Einsatz kommen.

PHOENIX CONTACT
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