Relais für sichere Bremssteuerung

Relais für sichere Bremssteuerung

Zuverlässig schalten in der Bahntechnik

Bahnrelais sorgen für die galvanische Trennung zwischen Sensorik und Steuerung.

Ihre Vorteile

  • Optimaler Betrieb des Relais durch Weitbereichselektronik
  • Erweiterter Temperatur- und Eingangsspannungsbereich bis Klasse TX
  • Robuste, steckbare Relais: waschdicht (Schutzart RTIII) und unempfindlich gegen Stäube und Feuchtigkeit
  • Schock- und vibrationsbeständig nach DIN EN 50155
  • Sichere Trennung zwischen Spule und Kontakt nach DIN EN 50178

Anwendung

Die Bremssteuerung gehört zu den sicherheitsrelevanten Systemen eines Zuges. Je nach Anwendung können intelligente Zusatzfunktionen in die Bremssteuerung integriert werden, wie lastabhängige Bremsung oder Notbremseinrichtungen. Hierbei werden im Fall einer Notbremsung Scheibenbremsen durch Zusatzbremssysteme unterstützt.

Lösung

Bahnrelais von Phoenix Contact  

Bahnrelais von Phoenix Contact

Für die Steuerung von Zusatzbremssystemen kommen Spezial-Relaismodule von Phoenix Contact zum Einsatz. Damit die Zusatzbremse, wie beispielsweise eine Magnetschienenbremse, aktiviert wird, müssen mehrere Voraussetzungen erfüllt sein: Drehgeber an den Wagenachsen erfassen permanent die Fahrtgeschwindigkeit und werten diese aus.

Ab einer definierten Geschwindigkeit geht ein Signal an das Bahnrelais. Das elektromechanische Relais schaltet durch und leitet das 24 V DC-Signal an die zentrale Steuerung weiter. Außerdem sorgt das Relais für eine galvanische Trennung zwischen Feldsensorik und Steuerung.

Die bei Schienenfahrzeugen üblichen Störsignale, die sogenannten Transienten, werden herausgefiltert. Dadurch ist die zentrale Steuerung vor Überspannung und Überstrom geschützt und alle sicherheitsrelevanten Funktionen dieses Systems laufen störungsfrei.

Hartvergoldete Kontakte für zuverlässigen Kontakt

Das zuverlässige Schalten des Bahnrelais wird durch hartvergoldete Kontakte sichergestellt. Die Vergoldung bewirkt, dass sich keine oxidische Fremdschicht auf den Kontakten bilden kann. Diese Eigenschaft alleine macht jedoch noch kein Bahnrelais aus, denn Goldkontakte werden auch in anderen industriellen Anwendungen genutzt, in denen kleine Lasten und Signale geschaltet werden müssen.

Zum Spezialrelais wird das Modul PLC.../21RW erst durch die Konformität zur Bahnnorm EN 50155. Elektromechanische Relais müssen generell der EN 61810 entsprechen.

Extreme Temperaturen sind keine Seltenheit

Die Bahnrelais sind mit einem erweitertem Temperatur- und Eingangsspannungsbereich ausgestattet. Das wird in der EN 50155 gefordert, da die hohen Anforderungen an die Umgebungstemperatur im Praxisbetrieb eine wichtige Rolle spielen.

Schaltschränke für die Bremssteuerung werden auf Zügen unter anderem unter der Fahrgastkabine im so genannten Fahrzeugkasten untergebracht. Der Fahrzeugkasten besteht aus Stahl und ist nicht temperaturisoliert. Je nach Jahreszeit und Einsatzort des Zuges können so Innenraumtemperaturen im Fahrzeugkasten auftreten, die sich erheblich von Umgebungstemperaturen in Industrieapplikationen unterscheiden.

Im Extremfall kann sogar eine Eingangsspannung von bis zu 125 Prozent der Nennspannung bei gleichzeitig erhöhter Umgebungstemperatur von bis +70 °C auftreten. Durch die hohe Spannung fließt mehr Strom durch das Relaismodul, was zu einer erhöhten Eigenerwärmung führt. Bei gleichzeitiger hoher Umgebungstemperatur würde ein normales Relaismodul frühzeitig ausfallen.

Weitere Einsatzbereiche für Bahnrelais

Bahnrelais von Phoenix Contact kommen in unterschiedlichsten Anwendungen in Schienenfahrzeugen zum Einsatz, zum Beispiel in der Steuerung der Vakuumtoilette. Das Relais ist auch hier Bindeglied zwischen Feldebene und zentraler Steuerung und sorgt für die galvanische Trennung.

Die speziell für die Bahnindustrie entwickelten Relais mit ihrer schmalen Modulbauform von nur 6,2 mm sind flexibel steckbar und damit wartungsfreundlich.

PHOENIX CONTACT
Deutschland GmbH

Flachsmarktstraße 8
D-32825 Blomberg
+49 52 35/3-1 20 00