Flexible und robuste Markierung mit Kraftwerk-Kennzeichensystem KKS

Übersicht

Markierung der Betriebsmittel bei der RWE  

Markierung der Betriebsmittel bei der RWE

  • Im Rheinischen Braunkohlenrevier betreibt die RWE Power AG das Kraftwerk Neurath – als eines von vier Kraftwerken.
  • Wie in allen Kraftwerken spielt auch hier die exakte und dauerhafte Kennzeichnung sämtlicher Betriebsmittel eine besondere Rolle. Fehler hätten hier unabsehbare Folgen.
  • Die Regeln dazu definiert seit den frühen 1980er Jahren das Kraftwerk-Kennzeichensystem KKS. Zur Beschriftung nutzt die RWE Power AG Markierungslösungen auf der Basis von LED-UV-Druckern von Phoenix Contact.

Kundenprofil

Im Rheinischen Braunkohlenrevier betreibt die RWE Power AG vier Kraftwerke: Frimmersdorf, Neurath, Niederaußem und Weisweiler – mit einer Brutto-Gesamterzeugungsleistung von mehr als 10 Gigawatt. Ab dem Jahr 2009 wurde die Leittechnik in den Kraftwerksblöcken D und E im Kraftwerk Neurath zur Steigerung der Effizienz und Flexibilität der Blöcke erneuert.

Anwendung

Weil bei der Erneuerung der Leittechnik im Kraftwerk Neurath auch zahlreiche Stammkabel neu beschriftet werden mussten, suchte die Fachabteilung ein geeignetes Drucksystem mit möglichst geringem Energieverbrauch und geräuscharmem Betrieb. Neben der Druckqualität war auch die definierte Schildgröße zur Aufnahme in den bereits im Kraftwerksblock montierten Schildhaltern eine wichtige Anforderung.

Als Regelwerk für die Markierung dient dabei das Kraftwerk-Kennzeichensystem, kurz KKS. Es unterstützt Anlagenbauer und Kraftwerksbetreiber bei der eindeutigen Kennzeichnung und Identifizierung der Betriebsmittel. Definiert werden die KKS-Kennzeichen, die aus einer 15- bis 17-stelligen Buchstaben- und Ziffernkombination bestehen, in den Richtlinien VGB B105 und B106. Auf dieser Basis werden sämtliche Aggregate und Betriebsmittel verschlüsselt und gekennzeichnet.

Lösung

KKS-Schlüssel mit Quelle, Ziel und Kabeltyp  

KKS-Schlüssel mit Quelle, Ziel und Kabeltyp

Auf der Suche nach einem geeigneten Drucksystem hatte sich die Fachabteilung zunächst für das System BLUEMARK LED von Phoenix Contact entschieden. Mit dem Nachfolgermodell BLUEMARK CLED können jetzt sogar bis zu 120 Schilder pro Stunde gedruckt werden. Und zwar umweltfreundlich und geräuscharm.

Eine eindeutige Kabelbeschriftung beinhaltet neben der Quelle und dem Ziel die KKS-Nummer sowie den Kabeltyp. Gemäß DIN EN 62491 werden sämtliche Kabel an beiden Enden beschriftet.

Der Barcode erleichtert die Identifizierung  

Der Barcode erleichtert die Identifizierung

Alle verfahrenstechnischen Kennzeichnungsschilder in der Kraftwerksflotte der RWE Power AG im rheinischen Braunkohlerevier haben neben dem KKS-Schlüssel und dem Kurztext auch einen Barcode. Dieser kann im Rahmen der mobilen Instandhaltung zum Beispiel für eine Schadensmeldung genutzt werden.

Unter den rauen Umgebungsbedingungen in einem Kraftwerk sind vor allem eine hohe Druckqualität und Temperaturbeständigkeit für eine dauerhafte und langlebige Beschriftung unumgänglich.

Kennzeichnung des Mediums gemäß DIN 2403  

Kennzeichnung des Mediums gemäß DIN 2403

Nach der Entwicklungsarbeit mit dem Kraftwerk Neurath hat sich die RWE Power AG entschieden, das Drucksystem auch in den Kraftwerken Niederaußem und Weisweiler einzuführen. Dabei kommt neben Druckern und Schildern weiteres Zubehör von Phoenix Contact zum Einsatz: von Schildträgern über Mediumsfarben bis zu Befestigungskomponenten.

Mittlerweile setzen auch andere RWE-Zulieferer, wie etwa die Siemens AG, auf die Kraftwerkskennzeichnung von Phoenix Contact.

"Mit dem Kennzeichnungssystem von Phoenix Contact können wir unsere Schaltanlagen nach den RWE-Vorgaben schnell und flexibel beschriften", erläutert Patrick Schmidt, Projektmanager im Unternehmensbereich Power and Gas der Siemens AG in Essen. Dieser hat im Kraftwerk Weisweiler bereits einige Schaltanlagen mit den KKS-Schildern von Phoenix Contact ausgerüstet. "Hier greifen wir ebenfalls auf die durch RWE standardisierten Schilder zurück."

Fazit

Wenn die Fachabteilung auf ihr Markierungsprojekt zurückblickt, wird auch gerne der Kostenaspekt heran gezogen. Nicht zuletzt durch die übergeordnete Druckansteuerungssoftware Clip Project konnten sowohl Material- als auch Personalkosten reduziert werden. Die Software bietet offene Schnittstellen für den einfachen Datenaustausch mit den übergeordneten Anlagendokumentationssystemen.

Das Thema Beschriftung wird aufgrund des weiter zunehmenden Kostendrucks in der Branche und der daraus resultierenden Effizienzsteigerung künftig wohl noch wichtiger werden.

PHOENIX CONTACT
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