Feldbuskommunikation über vorhandene Stammkabel

Feldbuskommunikation über vorhandene Stammkabel

Freie Adernpaare für Feldbustechnik nutzen

Geringer Installationsaufwand, kostengünstig vernetzt, flexibel durch Feldbustechnik.

Ihre Vorteile

  • Geringe Installationskosten durch Nutzung freier Adernpaare in der Stammkabelinstallation
  • Kurze Produktionspause durch einfache Installation und Inbetriebnahme
  • Großes Anwendungsspektrum durch optimale Übertragungsqualität bis zu 20 km
  • Zukunftssicher dank der Erweiterbarkeit der integrierten Feldbusinstallation
  • Bewährte Lösung – bei großen deutschen Chemieunternehmen schon seit Jahren im Einsatz

Anwendung

Während des langen Lebenszyklusses einer verfahrenstechnischen Anlage werden Anlagenteile permanent optimiert, erweitert sowie die Feldtechnik und die Leittechnik erneuert. Die Schalträume verbleiben jedoch an ihren ursprünglichen Orten und die eingebaute Verkabelung soll die Anlagen überdauern. Die Betreiber stehen dadurch früher oder später vor dem Problem, dass die vor Jahrzehnten eingeplanten Reserven zum Beispiel in puncto Stammkabel an ihre Grenzen stoßen.

Einzige Möglichkeit, aus diesem Dilemma herauszukommen, ist eine moderne Bustechnologie. Hierbei spielen PROFIBUS oder auch Ethernet-Derivate eine wichtige Rolle.

Die klassisch verwendeten, hochpoligen Stammkabel sind nicht feldbusfähig. Daher mussten bisher für eine Einführung dieser Technologien spezielle normgerechte Kabel (geschirmt, verdrillte Adernpaare) verlegt und von Fachpersonal konfektioniert werden. Die daraus resultierenden hohen Installationskosten und der längere Produktionsausfall bedeuten für den Betreiber einen enormen finanziellen Aufwand.

Typische Signalübertragung vom Feld zum Schaltraum  

Typische Signalübertragung vom Feld zum Schaltraum

Lösung

Industrielle PROFIBUS- bzw. Ethernet-Extender  

Industrielle PROFIBUS- bzw. Ethernet-Extender

Mit einem einfachen Trick macht es Phoenix Contact möglich, die vielleicht letzten beiden freien Adern eines Stammkabels für eine PROFIBUS- oder Ethernet-Kommunikation zu nutzen.

Das funktioniert über mehrere Kilometer, ohne Schirm und auch ohne besondere Beachtung des Kabeltyps. Es erfolgt beispielsweise eine Umsetzung des PROFIBUS- oder Ethernet-Signals auf die extrem robuste SHDSL-Technologie.

Zunächst wird das Bussignal in ein SHDSL-Signal (Symmetric Digital Subscriber-Line) und nach der Übertragung über die Kabelstrecke wieder zurück in das Bussignal umgewandelt.

Die Kommunikation auf dieser Kabelstrecke erfolgt transparent und ist für den Master nicht zu erkennen. Dadurch entfällt eine aufwändige Einbindung und Konfiguration der Geräte durch eine GSD- oder DTM-Datei.

Serielle Datenübertragung über industrielle Extender  

Industrielle Extender nutzen das letzte Adernpaar für eine serielle Datenübertragung zu einer Remote IO-Station

Ist die Feldbusverbindung aufgebaut, haben Sie die Wahl:

  • entweder ein Remote-I/O-System im Feld zu installieren und im Schaltraum einen Feldbus-Master
  • oder einzelne Signale über einen Multiplexer im Feld einzusammeln und im Schaltraum auf freie IO-Karten zu rangieren.
links: Linienstruktur (2-Draht) / rechts: Punkt-zu-Punkt-Verbindung (2-Draht)  

links: Linienstruktur (2-Draht) / rechts: Punkt-zu-Punkt-Verbindung (2-Draht)

PHOENIX CONTACT
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Flachsmarktstraße 8
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+49 52 35/3-1 20 00

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