Sichere und günstige Funkverbindung bei BP, Ohio

Wireless-Pilotprojekt bei BP in Ohio

BP betreibt in den USA zahlreiche Raffinerien.

Am Standort Ohio starteten Ingenieure und Techniker ein Wireless-Pilotprojekt. Sie wollten herauszufinden, ob in einer durch Störstrahlung extrem belasteten Umgebung eine zuverlässige Datenübertragung über Funk möglich ist.

Applikation

Ziel war die Vermeidung hoher Verkabelungskosten, die bei weit voneinander entfernten Speichertanks entstehen.

Im Bereich der Funkstrecken verlaufen Hochspannungsleitungen mit starken Störfeldern. Deren Einfluss auf die Übertragungsqualität sollte untersucht werden. Erschwerend kam hinzu, dass die Standorte der Erdöltanks über keine eigene Stromversorgung verfügen.

Als Testobjekt wurde eine entfernt gelegene Grundwasserpumpe gewählt.

Hier musste der Pegel gemessen und bei Erreichen eines Grenzwertes Alarm gegeben werden. Die Pumpe ermittelt mit Ultraschall den Pegelstand und stellt ihn als analoges Signal zur Verfügung. Bei Erreichen des oberen Grenzwertes generiert ein Grenzwertschalter zusätzlich ein digitales Alarmsignal.

Lösung

Drahtloses Übertragungssystem von Phoenix Contact  

I/O-Daten im Feld drahtlos übertragen

An der Pumpe wurde ein drahtloses Übertragungssystem von Phoenix Contact installiert. Dies ermöglicht die drahtlose Erfassung von I/O-Daten im Feld und die Weitergabe der Informationen an eine Steuerung über eine RS-232-Schnittstelle.

Bis zu acht analoge und digitale Erweiterungsmodule sind je Station anschließbar und können somit passend zur jeweiligen Anwendung ausgewählt werden. Auf der Steuerungsseite können die Informationen von einer (point-to-point) oder mehreren (multipoint-to-point) Feldstationen über Modbus-Protokoll ausgewertet werden.

Bis zu 255 Feldstationen lassen sich an einem Master betreiben. Die gesamte Hardware wird autark über ein Solarsystem mit Solarpanel, Batterie und Laderegler versorgt.

Fazit

Die Funkverbindung arbeitete in dieser stark belasteten Umgebung ausgesprochen zuverlässig.

Auch der wirtschaftliche Vorteil wurde untersucht: Die Verkabelung der Anlage hätte das Ausheben von Gräben und Einziehen von Kabeln über eine Länge von etwa 700 Metern notwendig gemacht. BP ging im konkreten Fall von etwa 80 Euro pro Meter aus. Insgesamt konnten somit über 56.000 Euro eingespart werden.

Der BP-Konzern hat nach den positiven Tests die drahtlosen Übertragungssysteme von Phoenix Contact in den Produktionsbetrieb am Ohio River integriert. Dort wurden 16 Erdöltanks ausgestattet.

PHOENIX CONTACT
Deutschland GmbH

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