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Aderendhülsen

Verschiedene Aderendhülsen für verschiedene Leiterquerschnitte

Die Aderendhülse stellt ein sinnvolles Hilfsmittel bei der Leiterkonfektion und Verdrahtung dar. Durch die Verwendung der Hülsen wird ein mögliches Verspleißen der Einzellitzen vermieden, was eine effektive und vor allem prozesssichere Weiterverarbeitung ermöglicht.

In der DIN 46228 in ist die Aderendhülse von 0,5 bis 50 mm² definiert. Diese Norm gliedert sich in vier Teile:

  • Teil 1 Rohrform ohne Kunststoffhülse
  • Teil 2 Crimpausführung mit/ohne Isolierungsumfassung
  • Teil 3 Leiterumfassend ohne Isolierungsumfassung
  • Teil 4 Rohrform mit Kunststoffhülse

Neben den geometrischen Abmessungen sind das Material, die querschnittsabhängige Farbgebung sowie Prüfgrundlagen Teil der Norm. Des Weiteren besteht die Anforderung an die Hülse, die Leiter der Klassen 2, 5 und 6 aufzunehmen. Die Querschnitte der Leiter definieren sich über die elektrischen Widerstandswerte und nicht, wie bei den Hülsen, über die geometrischen Abmaße. Größere Unterschiede in den Querschnitten sind daher möglich (siehe Abschnitt Leiter und Leitungen). Aufgrund dieser Tatsache existiert eine gewisse Diskrepanz zwischen Hülse und Leiter. Crimpwerkzeuge von Phoenix Contact sind jedoch überwiegend darauf ausgelegt, diese Kapazitätsunterschiede auszugleichen.

Neben der DIN gibt es eine französische Norm für Aderendhülsen, die NF C 63-023. Mit Ausnahme der Farbgebung bei einigen Querschnitten (siehe Matrix) basiert die NF auf der DIN. Neu im Bereich der normativen Grundlagen für Aderendhülsen sind die UL 486 F, sowie die kanadische C22.2 NO. 291-14. Diese harmonisierten Standards stützen sich ebenfalls auf die DIN, befassen sich aber tiefgreifender mit der Prüfmethodik und den spezifischen Anforderungen (u. a. siehe Tabelle Auszugswerte).

In der UL 486 F sind erstmals auch Sonderhülsen wie „TWIN“ für den Zweileiteranschluss normativ fixiert. Für eine Zertifizierung nach zuvor benannten UL- und CSA-Standards ist eine umfangreiche Prüfung durch die jeweilige Organisation notwendig. Nicht nur die Hülsen werden geprüft und zertifiziert, sondern das komplette System, bestehend aus Crimpwerkzeug und Aderendhülse.

Die wichtigsten Vorteile der Aderendhülse:

  • Erhöhte und langfristige Betriebs- und Kontaktsicherheit
  • Zeitsparende Weiterverarbeitung (speziell auch mit Push-in-Klemmen)
  • Sichere Verbindung, auch bei mehrfachem Umverdrahten
  • Reduzierung von Kabelbrüchen
  • Einfache Querschnittserkennung
  • Erhöhte Vibrationssicherheit
  • Dauerhaft geringe Übergangswiderstände
  • Schutz der Einzellitzen (speziell auch bei Schraubklemmen)
  • Gleichbleibende Klemmung bei Schraubanschlüssen

PHOENIX CONTACT AG

Zürcherstrasse 22
CH-8317 Tagelswangen
+41 (0) 52 354 55 55
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