SOLARENERGIE herhabenundsolleneineIsolationsüberwachungbesit- zen. Daher fordern die Wechselrichterhersteller inzwi- schenüberallIT-Netze,überdiesiedieseÜberwachung durchdenWechselrichterbisaufModulebenerealisieren. IneinemneuenSolarparkistdaskeinProblem.Aberdie NachrüstungbestehenderAnlagenisteinProblem,denn dasMaterialderseitJahreninderErdevergrabenenIso- lierungaltertjaundkannbrüchigwerden.Daherwollen wir das Überwachungsrelais der Trafostation so erwei- tern, dass wir dessen Zustand mitschreiben und eine Vorwarnungausgebenkönnen.ZudemwollenwirimFall einerAuslösungdurchdenLeistungsschalterunterschei- den können, ob es eine Frequenz- oder Spannungsaus- lösung einer untergeordneten Schutztechnik war oder tatsächlicheineIsolationsauslösungerfolgte.“ Transparentes Netz EinanderesThemasorgtbeidemselbstbewusstenUnter- nehmerfürEmotionen:diefehlendeTransparenzbeiAb- regelmaßnahmenderEnergienetzbetreiber.„Dassindfür dieParkbetreiberVerdienstausfällevonvielen1.000,oft auchmehreren100.000 Euro.Gesetzlichgeregeltist,dass es dafür einen finanziellen Ausgleich gibt. Wir tracken mittlerweileperVPNdenZustandderAnlagen,haltendas aufeinemeigenenPortalineinerDatenbankfestunddo- kumentierendiesfürdieBetreiber.Sohabenwireinesehr guteÜbersicht,waseigentlichimNetzlosist.“ MarinaFriedbergerergänzt:„Zielsetzungist,dasswir allefünfMinutenfesthalten,obvomNetzbetreibergere- gelt wird. Diese Daten wollen wir exportieren und dem SolarparkbetreiberzurVerfügungstellen.Soweißderam Ende des Tages, was er wirklich verdient hat und kann damitzumNetzbetreibergehen.DieOberfläche,diewir dafürnutzen,habenwiraufBasisderPLCnextTechnology desEZA-Reglersentwickelt.“ Diese Transparenz sei für die Energieversorger an- fangssehrüberraschendgewesen,fährtJosefEckerfort. DamitbekommendieLandshuterundihreKundenunge- ahnteEinblickeindieArchitekturderEnergieversorgung, wieHelmutSchratzenstallerbestätigt:„Wirsehenimmer wieder,dassaneinemschönensonnigenTaginDeutsch- landrund30bis40 ProzentderAnlagenabgeregeltwer- den.Unddasganzunterschiedlich,vonNetzbetreiberzu Netzbetreiber.“ Handelsware Strom Und während der Landshuter mit seinem Team auf der BetreiberseitefürreichlichFuroresorgt,widmetersich schon ganz neuen Aufgaben: „Unser nächstes großes Thema sind Batteriespeichersysteme. Die arbeiten tech- nischmiteineranderenAnsteuerungaufdieFrequenzen imStromnetz.DieBetreiberdieserGroßspeicherblicken ganzandersaufStromnetze.DakommendanndieDirekt- vermarkter ins Spiel.“ Helmut Schratzenstaller erklärt dieneueSichtweise:„DieDirektvermarkter,diejaander Strombörse aktiv sind, regeln alle in einem Zeitfenster von15 Minuten.BeisuperBörsenpreisenkönnendieteil- nehmendenParkbetreiberzumBeispiel15 Minutenvoll einspeisen.KehrtsichdasaberumunddiePreisefallen, dannkommtderBefehl,15 Minutengarnichtseinzuspei- sen. Oder den Strom im Batteriespeicher einzulagern. DankderhäufigunbefriedigendenInternetabdeckungin Deutschland kann es aber passieren, dass bei Regelbe- fehlengerademaldasInternetkomplettwegistunddiese Josef Ecker, Marina Friedberger und Helmut Schratzenstaller (v.li.) SteuerungsbefehleinsLeerelaufen.Dasführtschnellzu erheblichenKonventionalstrafen,dasgehtschnellinfünf- stelligeBereiche.Für15 MinutenfehlerhaftesEinspeisen! DaskannnatürlichkeinParkbetreiberriskieren.“ „Daher arbeiten wir an Lösungen, die Trafostationen gleichmitStarlink-Modulenauszustatten,umzuverlässig echtzeitfähigzusein“,skizziertJosefEckerdienächsten Herausforderungen.„VerglichenmitdenmöglichenKon- ventionalstrafen sind die Kosten für das Satellitennetz dannPeanuts.“ DieLösungen,dieElektroEckerhieraufBasisderEin- speisereglervonPhoenix Contactentwickelt,sindfürdas gesamtdeutsche Stromnetz von großem Interesse. Man darf daher gespannt sein auf die nächsten Neuigkeiten vomBauernhofbeiLandshut.(lo) elektroecker.de Das Innovationsmagazin von Phoenix Contact 19